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Suchtrupps durchkämmen Sperrzone

Rund 200 Mann suchen im Kreis Görlitz nach weiteren Tieren, die an der Afrikanischen Schweinepest verendet sind. Klarheit soll es schnell geben.

Am Mittwoch überzeugte sich Sozialministerin Petra Köpping über den Bau des festen Zauns entlang der Neiße, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern.
Am Mittwoch überzeugte sich Sozialministerin Petra Köpping über den Bau des festen Zauns entlang der Neiße, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. © Foto: Patrick Plaul, dpa

Der feste Zaun an der sächsisch-polnischen Grenze gegen das Einschleppen der Afrikanischen Schweinepest wächst. Das Technische Hilfswerk ist seit Mittwoch dabei, den Zaun zu errichten, nachdem im Krauschwitzer Ortsteil Pechern ein Wildschwein am 27. Oktober geschossen worden war, das sich mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest infiziert hatte. 

Das Tier war in der Zone zwischen der Neiße und dem provisorischen Zaun geschossen worden, der seit dem Frühjahr an der Neiße bereits steht. Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte Anfang November die Infektion. Daraufhin richtete der Freistaat eine Sperrzone ein, in der ein Jagdverbot gilt, Schweine nicht im Freiland gehalten werden dürfen und Hunde an der Leine zu führen sind. Die weitere Nutzung von forst- und landwirtschaftlichen Flächen wird im Einzelfall entschieden. Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber tödlich.

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Landwirte dürfen nicht letzte Ernte einfahren

Zugleich suchen rund 200 Mann in der Sperrzone und angrenzenden Gebieten rund um den Fundort jetzt nach verendeten Tieren. Das bestätigte Landrat Bernd Lange vor Journalisten in Görlitz. Schon in den ersten Tagen seien 500 Hektar abgesucht worden, ohne dass Tiere oder Kadaver gefunden wurden. Doch insgesamt müssen die Suchtrupps rund 5.000 Hektar, teils unwegsames Waldgelände durchstreifen. Das soll spätestens bis Dienstag geschehen sein. Dann will der Landkreis im Technischen Ausschuss des Kreistages auch über den Stand der Dinge berichten. 

Ein Großteil der 5.000 Hektar liegt auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz, wo die Bundeswehr sich selbst um die Dinge kümmert. Ansonsten sind Einsatzkräfte von Sachsenforst, der Bereitschaftspolizei und verschiedenen Freiwilligen Feuerwehren im Einsatz. "Wir wollen schnell wissen, was Sache ist", sagt Lange, um auch Klarheit darüber zu bekommen, wie weit die Afrikanische Schweinepest bereits in den Landkreis Görlitz hineingetragen wurde. 

Bis dahin wartet auch der Kreis mit einer Entscheidung über die Nutzung von Landwirtschaftsflächen. So können Landwirte in manchen Gegenden des Kreises derzeit  nicht auf die Felder, um letzte Arbeiten vor dem Winter zu erledigen. So stünden in der Neißeaue noch Zuckerrüben auf dem Feld, die jetzt geerntet werden müssten. Und in der Sperrzone ist zudem das Jagen verboten. So lange aber nicht klar ist, ob noch weitere infizierte Tiere in der Zone sind, wird sie auch nicht aufgehoben. 

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