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Ursu: Keine Heldentat, die Corona-Regeln zu brechen

Der Görlitzer Oberbürgermeister freut sich über mehr Zulauf zu Impfterminen. Für mehr Impfungen gibt es einen neuen Vorschlag.

Von Susanne Sodan
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Ab Montag gilt das auch in Görlitz.
Ab Montag gilt das auch in Görlitz. © dpa

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu hat die Einwohner der Stadt aufgefordert, sich an die Corona-Auflagen zu halten. Es gebe Hinweise, dass etwa in manchem Restaurant die noch bis Montag geltenden 3-G-Regeln nicht ordentlich angewendet werden. Er kündigte Kontrollen an, auch wenn ab Montag 2-G gilt und dann nur noch Geimpfte und Genesene Zugang zu Restaurants haben. Es sei "keine Heldentat", sich nicht an die Regeln zu halten, so Ursu, sondern gehe zulasten Schwächerer.

An erster Stelle stehen dabei Kindergärten und Schulen, die offen gehalten werden sollen, sowie die Krankenhäuser. Durch die Vielzahl an Corona-Patienten spitzt sich die Lage in den Kliniken wieder zu. Klinikums-Sprecherin Katja Pietsch bestätigt, dass wegen des höheren Aufwands bei einer Corona-Erkrankung wieder weniger Patienten behandelt werden können. "Diejenigen, die es betrifft bei geplanten Behandlungen, werden rechtzeitig informiert", teilt Katja Pietsch mit. "Wir versuchen, so viele Patienten wie möglich zu behandeln und auch die Notfallversorgung ist gesichert."

Mehr Zulauf zu lokalen Impfaktionen

Ursu hofft, dass wieder mehr Menschen sich gegen Corona impfen lassen, wenn sie jetzt sehen, dass die Pandemie nicht vorbei ist. Den jüngsten Termin diese Woche im Klinikum hätten wieder mehr Menschen als in den Vorwochen genutzt. "Es waren fast 300", erzählt Ursu. Stadtrat Hans-Christian Gottschalk ist als Impfarzt selbst bei vielen dieser Aktionen dabei. Wie er erzählt, sind es aktuell vor allem Menschen, die sich die Booster-Impfung geben lassen. Über den Zuspruch ist er froh - an der Impfquote, also der Zahl der Erst- und Zweitimpfungen, ändert sich dadurch aber wenig. Gottschalk schlug deshalb ein lokales Impfzentrum in Görlitz vor, als festen Anlaufpunkt, der täglich erreichbar sei. Gottschalk verwies auf gute Erfahrungen mit einem solchen temporären Impfzentrum in der Stadt Freiberg.

Mehr Zulauf zu lokalen Impfaktionen

In der Verwaltung werde jetzt das Testen wieder intensiviert. "Auch wir haben Krankheitsfälle", so Ursu. Dabei gehe es nicht immer um Corona, "auch die Grippezeit macht es gerade nicht einfacher." An den Impfangeboten, die regelmäßig in der Stadt stattfinden, auch wöchentlich im Klinikum, will Ursu festhalten.