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Görlitz: Ex-Junkie überlebt Cannabis-Hölle und leitet heute eine Selbsthilfegruppe

Als Teenie zieht "Torsten Müller" erstmals am Joint. Er stürzt zweimal ab, wird dann clean. Heute warnt er vor dem Konsum und engagiert sich bei der Suchthilfe.

Von Marc Hörcher
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Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Auch in den Freundeskreisen, in denen sich Torsten Müller früher bewegte, war das Kiffen großteils gesellschaftlich akzeptiert.
Cannabis ist die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Auch in den Freundeskreisen, in denen sich Torsten Müller früher bewegte, war das Kiffen großteils gesellschaftlich akzeptiert. © dpa / Symbolbild

Ab und zu mal einen Joint rauchen, so wie andere Leute ihr Feierabendbier genießen. Für Torsten Müller* war das viele Jahre lang Alltag. Dem heute Mitte 30-Jährigen aus dem Landkreis Görlitz schien sein Umgang mit der Droge zunächst unbedenklich. Doch nach und nach verstärkte er seinen Konsum. Bald kiffte er täglich, bald morgens, mittags und abends.

Irgendwann brauchte er die Droge, um nach Feierabend abschalten zu können. Er hatte seinen Konsum nicht mehr im Griff, rutschte ab in die Depression, versuchte diese durch weiteren Konsum zu bekämpfen. "Ich war schubweise Cannabis-abhängig, in zwei Phasen meines Lebens besonders intensiv. Einmal mit Mitte 20, einmal mit Anfang 30", beschreibt Müller im Interview mit Sächsische.de heute rückblickend seine Drogenkarriere. Seit vier Jahren ist er nun clean. Heute leitet er die "Guppies", eine Görlitzer Selbsthilfegruppe für Suchtabhängige jeder Art. Das ist seine Geschichte.

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