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Campingplatz setzt auf neue Nutzer

Investor Michael Welde will im Sommer erste Stellplätze und Ferienhütten am Brettmühlenteich in Betrieb nehmen – wenn es die Situation denn erlaubt.

Spätestens Anfang Juli sollen die Ferienhütten, welche unmittelbar am Ufer des Brettmühlenteiches stehen, bezugsfertig sein.
Spätestens Anfang Juli sollen die Ferienhütten, welche unmittelbar am Ufer des Brettmühlenteiches stehen, bezugsfertig sein. © Kristin Richter

Thiendorf. Im Moment hängt alles an der Elektrik. Der Zschornaer Campingplatz braucht neue Anschlüsse, die noch von der Sachsen-Energie bereitgestellt werden müssen. „Erst dann können wir unsere Abwasserpumpen testen und das System in Betrieb nehmen“, erklärt Platzinhaber Michael Welde. Die nicht mehr zeitgemäße Abwasserentsorgung und die maroden Elektroanlagen waren der Grund, warum das Areal 2018 geschlossen werden musste. Der Investor aus dem benachbarten Kleinnaundorf hofft, dass er bis Ende Juni/Anfang Juli zumindest einen Teil des Campingplatzes in Betrieb nehmen kann. Die Ferienhütten, die unmittelbar am Ufer des Brettmühlenteiches stehen, werden bis dahin bezugsfertig sein. Und auch die ersten Stellplätze sollen dann genutzt werden können.

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Michael Welde hat den sieben Hektar großen Campingplatz vor drei Jahren von der Gemeinde Thiendorf erworben. Er wird die Zahl der Caravan-Langzeitstellplätze von ehemals 250 auf 50 verringern, hinzu kommen noch einmal 50 Stellplätze für Touristencamper, in der Regel Wochenend-Gäste. Um die Auslastung außerhalb der Ferienzeiten zu verbessern, setzt Welde auf ein neues Nutzerpotenzial – Schulklassen und Firmenbelegschaften. Für diese und natürlich auch für den Familienurlaub stehen nach der Fertigstellung des Platzes 50 Ferienhütten mit je vier Schlafplätzen zur Verfügung. Außerdem werden einige 50 Quadratmeter große Ferienhäuser mit gehobener Ausstattung gebaut.

Alles, was es für Ferientage am See braucht: Noch ist nicht alles fertig, aber dennoch ist das Innenleben der Hütten bereits gut zu erkennen.
Alles, was es für Ferientage am See braucht: Noch ist nicht alles fertig, aber dennoch ist das Innenleben der Hütten bereits gut zu erkennen. © Manfred Müller

Die ersten Ferienhütten sollten eigentlich schon voriges Jahr mit Beginn der Badesaison in Betrieb genommen werden. Aber die Genehmigungsprozeduren für das Objekt, speziell für die Abwasserentsorgung, zogen sich hin. „Da bin ich wohl etwas blauäugig gewesen“, sagt Michael Welde heute. Aber immerhin stehen jetzt die meisten Gebäude, und bei der Infrastruktur ist ebenfalls Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Falls nicht irgendeine Corona-Virusmutation die Wiedereröffnung verhindert, kann im Sommer am Brettmühlenteich gecampt werden.

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Michael Welde ist überzeugt, dass der Tourismus im Inland einen Boom erleben wird. Durch die Corona-Beschränkungen und die Unsicherheiten, die sich bei Auslandsreisen auftun, haben sich viele mit dem Gedanken ans Campen beschäftigt. „Kein Herbsturlaub, kein Skifahren im Winter – man hat ja selbst schon Entzugserscheinungen“, sagt der Kleinnaundorfer. Die Teile für die Ferienhütten lässt der Unternehmer in der Werkstatt seiner Firma herstellen. Welde ist Inhaber des deutschlandweit agierenden Pizzaunternehmens Freddy Fresh, das über eine eigene Bauhandwerker-Abteilung im nahegelegenen Laußnitz verfügt. Dort werden die Wandelemente gezimmert und dann nach Zschorna transportiert und aufgebaut. Sorgen machen dem Investor die explodierenden Preise und die Verknappung auf dem Holz-Markt. Selbst ganz normale Pressholzplatten seien nur noch schwer zu bekommen. „Bei Lieferzeiten von acht Wochen“, sagt Michael Welde, „wird das Planen fast unmöglich.“ Ein zentraler Bestandteil im Betreiberkonzept für den Zschornaer Campingplatz ist der Umbau und die Modernisierung der Brettmühlenschänke. Diese wird nun erst im kommenden Jahr eröffnet. Für die diesjährige Badesaison soll die Imbisshütte am Teichufer – der frühere „Entenfang“ – fit gemacht werden. Sofern es keine entgegenstehenden Bestimmungen gibt, wird der Strand am Brettmühlenteich wieder für Besucher nutzbar sein. Allerdings nicht als offizielle Badestelle, sondern auf eigene Gefahr. Deshalb wird auch kein Eintrittsgeld verlangt. Wer mit dem Auto anreist, hat lediglich zwei Euro Parkplatzgebühr zu entrichten.

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