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Friseursalon feiert 70-jähriges Bestehen

Maika Ismer führt das Großenhainer Geschäft auf der Meißner Straße in dritter Generation.

Maika Ismer, Doreen Seidel und Marie Ebert (v.r.) haben allen Grund, das 70-jährige Geschäftsjubiläum zu feiern.
Maika Ismer, Doreen Seidel und Marie Ebert (v.r.) haben allen Grund, das 70-jährige Geschäftsjubiläum zu feiern. © Norbert Millauer

Großenhain. „Perfekt.“ Doreen Seidel und die nette Kundin auf dem Stuhl sind sich einig. Die Frisur ist gelungen. Die Haare „sind wieder schön“, sagt man wohl dazu. Im Salon Ismer ist das eine Selbstverständlichkeit. Und zwar genau seit 70 Jahren. Am 13. November 1950 nämlich eröffnete Friseurmeister Werner Haberkorn auf dem Gerberdamm seinen eigenen Friseursalon in Großenhain. 1980 übergab er die Geschäfte an seine Tochter Gunda Ismer. In dritter Generation ist jetzt - seit 2006 - Maika Ismer die Chefin im Geschäft, das nunmehr auf der Meißner Straße ansässig ist. Gemeinsam mit ihrer designierten Nachfolgerin, Tochter Marie Ebert, und Mitarbeiterin Doreen Seidel steuert sie die Firma erfolgreich durch die Zeiten.

Eigentlich ein krisensicherer Job. Denn „die Haare schön“ zu haben, ist ein zeitloses Anliegen der Menschen. Das hat das kleine Team um Maika Ismer gerade in diesem Jahr sehr deutlich gespürt. Als Corona im März auch die Friseure erst einmal in die Knie zwang, blieb man geduldig. Als das Geschäft dann endlich wieder öffnen durfte, war der Andrang natürlich groß. Zwar durfte der Salon aus Hygienegründen nicht alle Plätze nutzen. Aber das Konzept funktionierte. „Wir haben zuerst länger gearbeitet, um alle Termine erfüllen zu können“, sagt Maika Ismer. Inzwischen sei Normalität eingezogen, die Kunden wieder da.

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Das Friseurgeschäft ist seit jeher schnelllebig. „Man muss sich immer wieder qualifizieren und einfach mit der Zeit gehen“, sagt Marie Ebert. Denn die Wünsche und Ansprüche der Kundschaft seien groß, manchmal auch ungewöhnlich. Vor allem junge Leute kommen nicht selten mit Fotos aus dem Internet, auf denen ausgefallene Frisuren zu sehen sind, die sie für sich ausgesucht haben. Für das Team um Maika Ismer sind das oftmals Herausforderungen, die gern angenommen werden. „Friseurin ist nun einmal ein sehr kreativer Beruf“, beschreibt Marie Ebert.

Moderne Frisuren auch für Männer

Dazu gehört auch, den Markt genau zu verfolgen, wenn es um die Anwendung von Styling-Produkten geht. Nicht jedes Mittel ist gut. Im Friseursalon Ismer wird zum Beispiel seit einiger Zeit mit Produkten von OLAPLEX gearbeitet, einem patentierten Mittel, das das Haar von innen stärkt und kräftigt. Viele Kunden haben in der Zeit des Corona-Lockdowns im Frühjahr daheim zu anderen Mitteln gegriffen. Da sei danach einiges an „Reparatur“ nötig gewesen, sagt Marie Ebert . OLAPLEX eigne sich dafür bestens.

Natürlich ist die weibliche Kundschaft im Friseursalon Ismer in der Überzahl. Aber auch viele Männer lassen sich hier moderne Frisuren schneiden. Wegen Corona ist das zurzeit ausnahmslos mit Haarewaschen verbunden. „Das nehmen die Herren zunehmend als angenehmes Gefühl an“, so Marie Ebert.

Zufriedene Kunden - das ist natürlich der größte Wunsch der Friseurinnen. Dafür probieren und testen sie ständig, was der Markt anbietet und erfordert. Ob Haarfärbemittel oder Haarwasser - alles wird kritisch und mit Augenmaß betrachtet. Die Ansprüche der Menschen sind groß. Dass sie erfüllt werden, dafür steht der Friseursalon Ismer seit 70 Jahren.

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