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Megaspaß am neuen Kletterturm

Mit Fabelwesen an den Eichen- und Buchengeräten ist der neugestaltete Spielplatz an der Bobersbergstraße ein toller Ort für Alt und Jung geworden.

Der neugestaltete Spielplatz Faunhöhle ist eröffnet. Die ersten Nutzer probieren auch den Kletterturm aus.
Der neugestaltete Spielplatz Faunhöhle ist eröffnet. Die ersten Nutzer probieren auch den Kletterturm aus. © Norbert Millauer

Großenhain. Vorfristig, und genau richtig für die letzten schönen Herbsttage, ist der Spielplatz Faunhöhe oder Faunhöhle nach der Neugestaltung fertig geworden. Immerhin 91.000 Euro hat sich die Stadt den Traum vieler Kinder aus der Stadtmitte und den östlichen Stadtteilen kosten lassen. Hier können sie klettern und hangeln, balancieren und sich verstecken, rutschen und Karussell fahren - wie schon auf dem vorherigen Platz. Nur müssen alle ab zehn Jahren jetzt erstmal Maske tragen.

Doch weil die alten Spielgeräte in die Jahre gekommen waren, wurde die Firma Grasreiner-Design aus Dresden mit dem Umbau beauftragt. Von zwei Anbietern in einem Ideenwettbewerb hatte sie den Zuschlag erhalten. "Es war ein sehr schöner Auftrag, wir konnten sehr frei arbeiten", sagt Geschäftsführer Veit Grasreiner. Die neuen Spielbereiche aus robustem Eichen- und Robinienholz wurden unikat hergestellt und mit Fabelwesen in orangener Farbe verziert. "Es sieht ein bisschen aus wie in der Kulturinsel Einsiedel", meint Stadtsprecherin Diana Schulze. Oder wie in Australien bei den Aborigines.

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Sportliches Geschick kann von kleineren und größere Kindern auf der "Faunhöhe" trainiert werden.
Sportliches Geschick kann von kleineren und größere Kindern auf der "Faunhöhe" trainiert werden. © Norbert Millauer

Eine Kindergartengruppe probierte den Platz schon kurz vor der offiziellen Freigabe aus. Und auch die "Testkinder" Mila Zschörper (9), Levi Zander (10) und Ruben Siegert (7) sind hoch zufrieden. Sie durften bei der Auswahl der Firma im Frühjahr bereits mit entscheiden. "Uns war wichtig, dass es für kleine und große Kinder ein schöner Platz wird", sagen sie. Mila und Levi haben nämlich noch jüngere Geschwister. Man sollte sich gut bewegen können, wünschten sich die Kinder auch. Natürlich sollte die Rutsche bleiben. Und das Seilkarussel. Ruben hoffte, dass es wieder einen Kletterturm gibt. Nun finden sie alles super.

Der Boden ist mit Holzhackschnitzeln ausgelegt, so dass Spielenden weich fallen. "Es ist aber nicht alles in Watte gepackt", betont Matthias Schmieder von der Stadtverwaltung ausdrücklich. Der Einstieg in die Röhrenrutsche ist für alle Altersklassen erreichbar. Aber kleine Kinder sollten nicht bis ganz nach oben, und auch dort nicht von den Eltern abgesetzt werden. Kinder sollen ihre körperlichen Kräfte entdecken und trotzdem vorsichtig sein. Da eine Lucke doch etwas klein ausfällt, wie die kleinen Nutzer sofort signalisierten, soll dort noch nachgearbeitet werden.

Geschäftsführer Veit Grasreiner aus Dresden erläutert Stadtrat Tibor Berta die Entstehung der Spielgeräte in seiner Holzdesign-Firma.
Geschäftsführer Veit Grasreiner aus Dresden erläutert Stadtrat Tibor Berta die Entstehung der Spielgeräte in seiner Holzdesign-Firma. © Norbert Millauer

Das Holz der Geräte ist witterungsfest und auch noch mal mit einem entsprechenden Öl behandelt. Veit Grasreiner bescheinigt seinen Produkten auch eine gewisse Widerstandsfähigkeit vor Vandalismus. Aber alle hoffen, dass die neue Anlage lange davor geschützt bleibt. Noch wird eine grüne Wand in Form von Sträuchern entlang des Abhanges zum Röderneugraben gepflanzt. Damit dort niemand hinunterkullert. Auch eine weitere Bank ist schon vom Bauhof wieder aufgestellt worden.

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Einige Stadträte wohnten der Spielplatzfreigabe bei. Auch Tibor Berta (AfD) ist dabei, ehemals selbst beim Bauhof für solche Einrichtungen zuständig. "Ich bin sehr begeistert von der Neugestaltung, dieser Platz ist doch sehr beliebt und sehr zentral gelegen", sagt er. Anders als der Abenteuerspielplatz werde die Faunhöhle auch unter der Woche oft von vielen Kindern bevölkert, abends aber auch von Jugendlichen. Großenhain macht damit seinem Ruf als kinderfreundliche Kommune alle Ehre.

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