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Preis Richter wird Großenhain verlassen

Der Mietverzicht im ersten Corona-Lockdown konnte nicht verhindern, dass das Geschäft nun doch schließt. Der Inhaber sagt, woran es wirklich liegt.

Vermieter Armin Benicke mit Verkäuferin Jutta Lützner. Im Frühjahr wurde der Großenhainer gewürdigt, weil er dem Geschäft an der Dresdner Straße die Miete erließ, solange es schließen musste.
Vermieter Armin Benicke mit Verkäuferin Jutta Lützner. Im Frühjahr wurde der Großenhainer gewürdigt, weil er dem Geschäft an der Dresdner Straße die Miete erließ, solange es schließen musste. © Kristin Richter

Großenhain. Preis-Richter macht Ausverkauf wegen Geschäftsschließung. Diese Nachricht in den Schaufenstern lockt derzeit viele Kunden in den Eckladen an der Dresdner Straße. Auch bei der Einkaufsnacht am Freitagabend will das Geschäft mit dem breiten Sortiment mitmachen. Doch Ende Januar ist dann Schluss. Das hat Inhaber Steffen Knigge aus Dresden entschieden. 

Dabei war ihm Vermieter Armin Benicke noch im ersten Lockdown zu Hilfe gekommen. Weil das Geschäft damals wie alle anderen ganz schließen musste, erließ Benicke dem Ladenbetreiber die sowieso schon nicht hohe Miete. "Ich will den Standort stärken und erhalten", hatte der Hausbesitzer damals zur Begründung gesagt. Dass er seinen Mieter nun doch verliert, grämt den Großenhainer. 

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"An der Miete liegt es nicht", lässt Steffen Knigge die SZ auf Nachfrage wissen. Seit 25 Jahren betreibe er das Geschäft, und er habe immer ein gutes Verhältnis mit dem Vermieter gehabt. "Wir sind befreundet", meint der Dresdner. Doch das Geschäft sei nicht mehr profitabel zu betreiben. Die Tageseinnahmen liegen zwischen 50 und 100 Euro. Das sei zu wenig, denn auch Mindestlohn, Heizungs- und andere Kosten schlagen zu Buche.

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Außerdem gehe er auf die Rente zu, so der Geschäftsinhaber, der etwa ein Mal die Woche nach Großenhain kommt. Seine beiden Mitarbeiterinnen muss er dann ab Februar entlassen. Schon jetzt hat das Geschäft nur noch eingeschränkt geöffnet. Künftig wird es voraussichtlich kein Laden mehr sein. Armin Benicke liegt ein andersgeartetes Mietangebot vor. Er könnte aber auch selbst mit seinem Büro nach unten ziehen. 

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