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Schnelles Internet für Schönfeld

420 Hausanschlüsse werden bis Mitte 2024 in drei Dörfern von der Enso mit Breitbandanschluss versorgt. In Böhla b. O. baut die Telekom, in Linz der Landkreis.

Breitband-Internet kommt nach Schönfeld. Der Geschäftsführer der Enso Netz Wolfgang Jäger (r.) und Bürgermeister Hans-Joachim Weigel beim Vertragsabschluss im Traumschloss.
Breitband-Internet kommt nach Schönfeld. Der Geschäftsführer der Enso Netz Wolfgang Jäger (r.) und Bürgermeister Hans-Joachim Weigel beim Vertragsabschluss im Traumschloss. © Kristin Richter

Schönfeld. Die Enso wird schnelles Internet nach Schönfeld bringen. Damit ist die Gemeinde laut Bürgermeister Hans-Joachim Weigel eine der schnellsten Landkommunen im Kreis, die schon mit der Umsetzung beginnen kann. Eine entsprechende Vereinbarung für den geförderten Breitbandausbau wurde am Freitag im Schloss von Weigel und Wolfgang Jäger, dem Geschäftsführer von Enso Netz, unterzeichnet. 

Rund 3,2 Mio. Euro beträgt die Fördersumme, die Bauarbeiten haben in Schönfeld bereits begonnen. Aufgrund des Straßenbaus war ein frühzeitiger vorhabenbezogener Baubeginn für 2,5 Kilometer Rohre möglich. Auch Enso-Strom und -Gas wurde gleich mit neu verlegt. Noch bis voraussichtlich Ende Oktober ist deshalb die Ortslage gesperrt. 

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Der Ausbau richtet sich insgesamt an rund 420 Adressen in drei Ortsteilen: neben Schönfeld auch Liega und Kraußnitz. Dort liegen Datenraten von weniger als 30 Mbit/s an, was als unterversorgt gilt. In Böhla b. O. baut die Telekom von Brandenburg aus in Eigenregie. Auch ein Teil von Kraußnitz wird nicht gefördert. Auch Linz nicht, wo es schon eine schnelle Funklösung gibt. "Linz wird in den weißen Flecken vom Landkreis mit berücksichtigt", sagt Catrin Niemtz, die Schönfelder Bauamtsleiterin. 

Schönfeld soll bis 2022 abgeschlossen sein. In Liega wird nächstes und übernächstes Jahr gebaut, in Kraußnitz von 2021 bis 2023. "Mehr als 24 Kilometer Tiefbau der Haupttrasse sind dafür zu bewältigen", so Tilo Kadner von der Enso. Gegenwärtig laufen die Vorplanungen. Die Glasfaserkabel werden in die verlegten Rohre eingebracht, so dass Mitte 2024 das Breitbandnetz angeschaltet werden kann. 100 Mbit/s und mehr sind dann verfügbar. 

Auch neue Gasanschlüsse werden parallel von der Enso verlegt. Dafür laufen jetzt schon die Vorabmessungen. Der Anbieter rechnet mit 150 bis 170 Gasabnehmern. "Wir müssen jetzt vertiefend mit der örtlichen Bauverwaltung sprechen für eine gute Verkehrslenkung", so Tilo Kadner. Denn die umfangreichen Bauarbeiten werden den Straßenverkehr zwangsläufig behindern. 

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