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Leben in der Röderstadt ist beliebt

Die Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH hat keinen Grund zum Klagen: Die Nachfrage nach einem Zuhause in Großenhain ist groß.

Blick in die Zukunft: Großenhains OB Sven Mißbach (l.) im Gespräch mit dem Prokuristen und Technischen Leiter der Großenhainer Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH, Thomas Schindler.
Blick in die Zukunft: Großenhains OB Sven Mißbach (l.) im Gespräch mit dem Prokuristen und Technischen Leiter der Großenhainer Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH, Thomas Schindler. © Foto: Norbert Millauer

Großenhain. Momentan arbeitet er ein wenig außer Raum und Zeit. Denn momentan sei glücklicherweise nicht viel davon zu spüren, was seit gut einem Jahr die Gemüter der Menschen heftig bewegt. Noch könne Thomas Schindler jeden Tag seine Tätigkeit so ausüben, wie er es als Prokurist, Technischer Leiter und nunmehr seit eineinhalb Jahren stellvertretender Geschäftsführer der Großenhainer Wohnungsverwaltungs- und Baugesellschaft mbH (GWVB) schon vorher getan habe. "Es ist tatsächlich so, dass sich die Corona-Pandemie noch nicht auf unser Unternehmen ausgewirkt hat! Wir sind froh darüber, dass noch keiner unserer Mieter an uns herangetreten ist, weil er sich aufgrund der gegenwärtigen Situation in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindet", bekennt Thomas Schindler.

Immerhin: 1992 als Tochterunternehmen der Stadt Großenhain gegründet, bietet die GWVB mit insgesamt rund 1.200 Wohneinheiten den Röderstädtern ein individuelles Zuhause. Gleich nun, ob in der Innenstadt, im äußeren Stadtzentrum, dem Preuskerviertel, auf dem Kupferberg, in Klein- oder Großraschütz. In Wohnungen unterschiedlicher Größe leben Singles ebenso wie Familien und Senioren. Besonders ältere Menschen, so Thomas Schindler, fühlten sich den eigenen vier Wänden teilweise seit Jahrzehnten verbunden. Nicht selten wohnten sie seit der Errichtung der jeweiligen Häuser - etwa auf der Schloßwiesenstraße seit 1954 - in ihrem angestammten Zuhause, welches sich spätestens mit der Wende natürlich in Sachen technischer Ausstattung verändert habe. Heizung statt Ofen, Badewanne und Dusche, neue Elektroleitungen und Türen. Das Geschäft von Thomas Schindler und seinem neunköpfigen Team ist zweifelsohne eines, was mit der Zeit gehen muss.

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Zeit, die auf veränderte Ansprüche und Notwendigkeiten setzt. Und auch jetzt der mehrfachen Lockdown-Verlängerung zum Trotz auch mit umfangreichen Sanierungen genutzt werde. "Das muss die Gesellschaft auch, schließlich haben wir gemeinsam mit ihr einen Fahrplan erarbeitet, der umfangreiche Investitionen bis zum Jahr 2025 vorsieht", gibt Großenhains Oberbürgermeister Sven Mißbach (parteilos) zu bedenken. In mehreren Objekten sei es nicht nur mit einem neuen Anstrich getan. Auch wenn sich einige Mieter selbst vor dem logischerweise anfallenden Bauschmutz und zuweilen nicht vermeidbaren Lärm fürchteten. Zahlreiche Wohnungen, Fassaden, Treppenhäuser oder technische Gebäudeausstattungen würden ihre eigene Sprache sprechen und mehr als deutlich an den wirklich gegebenen Investitionsaufwand erinnern.

Einer, dem die GWVB laut Thomas Schindler auch gern nachkommen wolle. Erfreulicherweise sei die Nachfrage nach modernisierten Wohnungen in Großenhain immer noch sehr hoch. Schon deshalb müsse man in die Substanz investieren, um mit einer modernen Ausstattung wettbewerbsfähig bleiben zu können. Praktisch heißt das für die zwischen 6,50 und 7,50 Euro pro Quadratmeter kostenden Wohnungen: während Senioren sich sehr häufig vom eigenen Haus auf dem Land zugunsten einer gut erreichbaren Wohnlage in der Innenstadt verabschiedeten, suchten junge Familien nach einem Zuhause im Grünen. Bestenfalls auch zentral und verkehrsgünstig gelegen, über offene klare Grundrisse verfügend, mit großzügigem Bad und Fußbodenheizung.

Wünsche, die mit den Wohnungen auf der Schloßwiesenstraße in den vergangenen Monaten bereits genauso wahr geworden seien. Abgesehen davon, dass die Fassaden ein Wärmedämmverbundsystem sowie neue Fenster mit Isolierverglasung erhalten haben und sämtliche Installationen erneuert worden sind. Die zeitgemäß geschnittenen Wohnungen in den Doppelhäusern 14, 16, 18 und 20 hätten schon bekommen, was die restlichen noch vor sich haben: Balkone, lichtdurchflutete Ess-und Wohnbereiche, veränderte Grundrisse, die auch Platz für geräumige Bäder mit Wanne und Dusche zulassen. Teilweise barrierefrei gestaltet und für Rollstuhlfahrer geeignet, wären genau jene Wohnungen der attraktive Grund, weshalb es bei der GWVB Wartelisten gebe. Für einen komfortablen und gleichermaßen gemütlichen Rückzugsort, das sprichwörtliche Wohnen im Grünen in Großenhain eben - zuweilen ein wenig außer Raum und Zeit.

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