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Großenhainer Erfindung noch flotter

Der gelbe Rasenmäher hat sich wieder einmal gewandelt. Am Wochenende zeigt sich der Alleskönner auf Sachsens größtem Naturmarkt, der Flora et Herba.

Multikon-Erfinder und Geschäftsführer Konrad Freudemann mit dem aktuellen Exemplar des gelben Alleskönners. Der neue Großenhainer sei noch leistungsstärker und handlicher.
Multikon-Erfinder und Geschäftsführer Konrad Freudemann mit dem aktuellen Exemplar des gelben Alleskönners. Der neue Großenhainer sei noch leistungsstärker und handlicher. © Foto: Kristin Richter

Großenhain. Um es gleich vornweg zu nehmen: Auch neun Jahre, nachdem er in der Röderstadt das Licht einer Werkhalle erblickte, kann er weder Staubsaugen noch als probate Unterstützung zum Zähneputzen verwendet werden. Der Multikon, einerseits von seinen Anhängern als Multifunktionsgerät geliebt und andererseits von den nicht an ihn Glaubenden mit einem Augenaufschlag müde belächelt, ist aber immer noch da. Allen wirtschaftlichen Prognosen zum Trotz, gegen jede Marktanalyse ankämpfend und inmitten der Coronapandemie scheinbar in der Versenkung verschwunden, rollt der gelbe Alleskönner nun wieder mit Schwung ins Licht der Öffentlichkeit. 

Am Wochenende präsentiert sich das Gerät -  mit ihm kann man inzwischen Mähen, Mulchen, Strom erzeugen, Kehren, Schnee schieben und sogar mit einem Schubkarrenaufsatz Transporte bewerkstelligen - auf der Flora et Herba in Frauenhain. Auf Sachsens größtem Naturmarkt will die Multikon GmbH um ihren Geschäftsführer und Erfinder des vielseitigen Flitzers, Konrad Freudemann, vor allem zeigen, dass sie die vergangenen Monate zur Weiterentwicklung genutzt haben. Eine Zeit, in der sich das Unternehmen zwar nicht auf Messen und bei größeren Veranstaltungen vorstellen konnte und deshalb auch nicht den Verkauf vorantreiben konnte. "Aber uns ist es erfreulicherweise gelungen, weitere Verbesserungen vorzunehmen! Unser Multikon ist nun endgültig den Kinderschuhen entwachsen und darf sich mit vergleichsweise anderen gleichwertigen Geräten, die auf dem Markt angeboten werden, durchaus messen", freut sich Konrad Freudemann.

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Als der 69-Jährige damals im stillen Kämmerlein den Multikon entwickelte, sei es ihm vor allem darum gegangen, etwas zu bauen, das eines Tages mehr sein kann, als nur ein Rasenmäher. Viel viel mehr. Nun, ein paar Jahre später, zeugen nicht nur die bundesweiten Auszeichnungen für die Innovation von der Genialität des gerade bei größeren Betrieben, aber auch Eigentümern von weitreichenden Grundstücken, beliebten Großenhainers. Nein! Er, der im Fernsehen vorgestellt, mehrfach auf Erfindermessen mit Preisen bedacht wurde und wie kein zweiter deutscher Rasenmäher am einstigen amerikanischen Präsidenten Barack Obama dran sein durfte, ist inzwischen das, was sein geistiger Vater Konrad Freudemann wohl von Anfang an in ihm gesehen hat. Der Multikon als ein häuslicher Gefährte für alle Fälle, ist tatsächlich offenkundig 2020 leistungsstärker, handlicher und vielseitiger denn je. Im Vergleich zu seinen baulichen Vorgängern durch das Aluminiumgehäuse sowieso viel leichter, verfügt er inzwischen über ein Dreiganggetriebe und ist per Knopfdruck stufenweise höhenverstellbar. Abgesehen davon, dass beim Korbwechsel jetzt auch kein Neustart des Motors mehr notwendig ist, könnten die Tätigkeiten flexibler erweitert werden. Zusatzgeräte - wie von Anfang an ohne jegliches Werkzeug montierbar - ließen sich noch unkomplizierter anbringen. 

Der kleine Bruder des gelben Flitzers: Ein Akku-Balkenmäher, der besonders für Kleintierhalter und das Pflegen ökologischer Blumen-und Wildwiesen zu empfehlen sei.
Der kleine Bruder des gelben Flitzers: Ein Akku-Balkenmäher, der besonders für Kleintierhalter und das Pflegen ökologischer Blumen-und Wildwiesen zu empfehlen sei. © Foto: Kristin Richter

Konrad Freudemann macht keinen Hehl daraus, dass er auf die jüngste Generation des Multikon einigermaßen stolz ist. Und auch, dass mit der Präsentation am kommenden Wochenende - zu sehen sein wird auch der 2019 entwickelte Akku-Balkenmäher - das Geschäft mit dem Alleskönner wieder richtig angekurbelt werden soll. Ohne die Präsenz und den direkten Kundenkontakt auf den allesamt wegen Corona abgesagten Veranstaltungen, habe es in den letzten Monaten nur wenig in der Kasse geklingelt. 

Eine Erfahrung, die indes aber auch wieder zum Weiterdenken angeregt habe. Demnach wolle man künftig noch stärker als bisher auf den Verkauf über das Internet setzen. Mit dem jüngsten Multikon und all jenen, die sicher noch kommen werden. Zwar nicht Staub saugen könnend, aber sicherlich als das, was er nun mal ist - der einzige handgeführte Rasenmäher mit Zusatzgeräten. 

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