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Neue Wegweiser für Röder-Radroute

Der Freistaat Sachsen stattet zurzeit im Raum Großenhain das touristische Wegenetz mit einer einheitlichen Beschilderung aus.

Marko Bobach vom Torgauer Baustellen-Absperrservice beim Anbringen der Radweg-Beschilderung am Dorfrand von Bieberach.
Marko Bobach vom Torgauer Baustellen-Absperrservice beim Anbringen der Radweg-Beschilderung am Dorfrand von Bieberach. © Foto: Manfred Müller

Landkreis. Im Vergleich zu ihrem großen Bruder, dem Elberadweg, ist die Röder-Radroute weniger bekannt und frequentiert. Zu Unrecht, denn sie führt zwischen Rammenau und Elsterwerda durch abwechslungsreiche Naturräume und Kulturlandschaften. Jetzt bekommt sie eine neue, einheitliche Beschilderung, die Radlern die Nutzung erleichtern soll. Seit einigen Tagen ist im Auftrag des Freistaates Sachsen die Torgauer Firma BAS unterwegs, um Pfosten für die Wegweiser zu setzen und die Richtungsschilder anzubringen. So auch auf dem Territorium der Gemeinde Ebersbach, wo die Röderradroute von Rödern über Freitelsdorf, Cunnersdorf und Bieberach bis nach Kalkreuth führt.

Die Route ist Teil des touristischen Landesradwegenetzes „SachsenNetz Rad“ und das soll bis 2025 auf mehr als 5.000 Kilometern eine durchgängige Wegweisung erhalten. Ziel der Aktion ist, den Alltagsradverkehr und den Radtourismus in Sachsen zu stärken. Für die Region Dresden (Stadt Dresden, Landkreis Meißen, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) hatten die Planungen zur Beschilderung im August 2017 begonnen. Es folgten umfangreiche Abstimmungen mit den Trägern öffentlicher Belange sowie mit den Städten und Gemeinden als zukünftige Eigentümer der wegweisenden Beschilderung. Jetzt erfolgt die bauliche Umsetzung. Insgesamt sollen hier bis April 2021 auf rund 950 Kilometern an circa 3.000 Standorten rund 4.100 Wegweiser und rund 800 Pfosten neu errichtet werden. Zudem werden etwa 130 Ortseingangsschilder an Radrouten abseits des Straßennetzes aufgestellt.

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Bereits Mitte Juni starteten die Arbeiten zur Beschilderung in den Bereichen Strehla/Riesa/Hirschstein sowie Zeithain/Glaubitz/Nünchritz. Hier gehören zum „SachsenNetz Rad“ der Elberadweg und die Mulde-Elbe-Radroute. Im Bereich Zeithain/Glaubitz/Nünchritz zählt neben dem Elberadweg auch der Radweg am Floßkanal zwischen Grödel und der Brandenburger Landesgrenze zum Netz. Bereits während der Planungen wurde geprüft, ob die zum Teil bereits bestehende Beschilderung weiter genutzt werden kann und an welchen Punkten Lücken oder auch Unübersichtlichkeiten in der Beschilderung vor Ort auftreten. Wegweisungen, die zu stark von den Vorgaben abweichen, falsche Kilometerangaben aufweisen oder deren Zielführung nicht mit der geplanten übereinstimmt, werden ausgetauscht. An wichtigen Standorten, an denen noch keine Beschilderung des „SachsenNetz Rad“ vorliegt, werden neue Pfosten mit Wegweisung errichtet. In Bereichen, in denen die Routen des „SachsenNetz Rad“ andere kommunale Radrouten kreuzen oder streckenweise den gleichen Verlauf nehmen, wird das Logo der nachgeordneten Radwege an den Standorten mit Pfeil- oder Tabellenwegweisern als Einschub aufgenommen. Für die Landkreise Bautzen und Görlitz sind Planungsleistungen auf einer Streckenlänge von 1.465 Kilometern bereits beauftragt.

Das betrifft auch die Röder-Radroute, die im Rammenauer Ortsteil Röderbrunn beginnt und über Großröhrsdorf, Radeberg, Ottendorf-Okrilla und Radeburg in den Landkreis Meißen führt. Versierte Radtouristen brauchen für die 105 Kilometer lange Strecke, die in Kröbeln an der brandenburgischen Landesgrenze endet, etwa zehn Stunden. Radler-Portale stufen sie als schwer ein. Die Röder ist im Gegensatz zur Elbe durch unverbaute Teilstrecken und Altarme ein nahezu naturnahes Fließgewässer geblieben. Die vielen Teiche um Koselitz, Pulsen, Tiefenau, Spansberg und Schweinfurth/Kröbeln bilden einen bevorzugten Lebensraum für seltene und gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Naturfreunde, die sich die entsprechende Zeit nehmen, können hier Fischotter, Biber, Graureiher, Eisvögel und sogar Seeadler beobachten.

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