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Schwerer Unfall auf der B98

Zwei Autos stoßen zwischen Wildenhain und Glaubitz zusammen. Die Fahrer werden schwer verletzt. Hat einer von ihnen ein Stoppschild übersehen?

Dieses Bild bot sich den Einsatzkräften am Unfallort.
Dieses Bild bot sich den Einsatzkräften am Unfallort. © Thomas Riemer

Wildenhain/Glaubitz. Wieder hat es auf der B98 zwischen Wildenhain und Glaubitz einen schweren Unfall gegeben. Am Mittwochfrüh stießen am Abzweig Roda zwei Fahrzeuge zusammen. Ein Auto überschlug sich, beide Kfz landeten auf einem Feld. 

Die Fahrer der beiden Kfz mussten von Einsatzkräften der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit und mit schweren Verletzungen dem Rettungsdienst übergeben werden. An der Unfallstelle bot sich den Beteiligten ein verheerendes Bild. Aus dem auf der Seite liegenden dunklen Opel (Fahrer 33) waren offenbar mehrere Gegenstände geschleudert worden. 

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Einzelteile sowohl des weißen VW-Transporters (Fahrer 30) als auch des Opel Vivaro lagen weit verstreut um den Unglücksort. Der Crash geschah gegen 7.45 Uhr - Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte trafen unmittelbar darauf mit einem Großaufgebot an der Kreuzung ein. 

Die B98 musste voll gesperrt werden, war auch am Mittag noch nicht wieder freigegeben, weil die ermittelnden Polizisten vor Ort nach der Unfallursache suchten. Lediglich einzelne Fahrzeuge, zum Beispiel der Linienbus, wurde am Unfallort vorbeigeleitet. Den Schaden an den beiden Autos gab er mit rund 10.000 Euro an. Der Anblick verrät: Sie sind Schrott.

Verursachen Fahrer von Transportfahrzeugen mehr Unfälle?

In den sozialen Medien verbreitet sich die Unfallnachricht wie ein Lauffeuer. Mehrfach wird darauf hingewiesen, dass besagter Abschnitt der Bundesstraße und insbesondere der Kreuzungsbereich am Abzweig Roda nicht zum ersten Mal Schauplatz solch schlimmer Unfälle ist. Trotz Geschwindigkeitsbegrenzung würden viele Autofahrer hier rasen. Angeregt wird daher unter anderem, die Kreuzung mit einem Kreisverkehr zu versehen.

Dass am Unfall ein VW-Transporter beteiligt war, heizt indes Kritiker zu einer neuerlichen Debatte über die Fahrweise von Kleintransportern an, die gerade im Großenhainer Land zuhauf unterwegs seien - "zu schnell, mit waghalsigen Überholmanövern, oft rücksichtslos", heißt es in einem Facebook-Kommentar. 

Gegen eine derartige Pauschalierung hatten sich Anfang der Woche in der SZ sowohl Polizei als auch Landesverband des Sächsischen Verkehrsgewerbes (LSV) e. V gewehrt. „Es ist durch nichts statistisch zu belegen, dass nur diese Art von Fahrern in irgend einer negativen Weise auffällig wären oder durch Unfälle in Erscheinung treten“, so Marko Laske von der Pressestelle der Polizeidirektion Dresden. 

Dietmar von der Linde, Geschäftsführer des genannten Landesverbandes, pflichtete ihm bei. "Es gibt keinerlei Zahlen, die belegen würden, dass Transportfahrzeuge mehr Unfälle verursachen als andere Autos. Ganz im Gegenteil“, so von der Linde.

Die ersten Erkenntnisse zum Unfall vom Mittwoch nahe Roda geben ihnen recht. Zwar gibt es noch kein endgültiges Resultat zur Unfallursache.  Aber: "Nach ersten Erkenntnissen hat der Opel ein Stoppschild überfahren", so ein Polizeisprecher auf Anfrage von Sächsische.de.

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