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Bauen und Wohnen

Hecken: Mit dem Rückschnitt besser warten

Das Naturschutzgesetz erlaubt Heckenschnitte im Sommer - grundsätzlich zumindest. Tierschützer raten aber, auch darauf zu verzichten.

© pexels.com/42 North (Symbolfoto)

Eine zu groß und breit gewordene Hecke sollte man erst ab Ende Juli zurückschneiden. Dazu rät der Naturschutzbund Deutschland (NABU). Denn aktuell brüten noch Vögel in dem grünen Dickicht, und Jungvögel werden gerade erst flügge - eine sensible Zeit für die Eltern. Diese könnten sich durch den Schnitt so sehr gestört fühlen, dass sie ihre Brut aufgeben. Außerdem können Jäger in lichteren Hecken leichter Nester entdecken und zugreifen.

Aber auch mit Blick auf die Pflanzen ist es besser, noch etwas zu warten. Denn in der zweiten Junihälfte legen viele von ihnen noch mal ordentlich zu - man erspart sich mit etwas mehr Wartezeit also einen zweiten Schnitt. 

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Erlaubt sind im Sommer ohnehin nur Pflegeschnitte - also das Entfernen von Zuwachs. Aber nicht mehr. Denn wer Sträucher und auch Bäume und Sträucher radikal kürzen oder komplett entfernen will, muss bis Oktober damit warten. Zwischen 1. März und 30. September ist es laut Bundesnaturschutzgesetz verboten.

Diese Regelung soll Tiere schützen, die in Bäumen, Hecken und Sträuchern Rückzugsorte und Nahrung finden. Das Verbot umfasst das Zerstören, Roden und starke Zurückschneiden von Hecken, Wallhecken, Gebüschen sowie Röhricht- und Schilfbeständen in Siedlungen und in der freien Landschaft. Verstöße können ein hohes Bußgeld zur Folge haben. (dpa/tmn)

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