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Heidenau: Erstklässler sind nicht mehr zu übersehen

Der ACE und die Lindgren-Schule machen seit Jahren gemeinsame Sache. Das merken auch die Eltern, die ein Wort gar nicht so gern hören.

Von Heike Sabel
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Die Erwachsenen in Rot, die Kinder in Neonfarben: Die Heidenauer Lindgren-Erstklässler sind auf ihrem Schulweg nun nicht mehr zu übersehen.
Die Erwachsenen in Rot, die Kinder in Neonfarben: Die Heidenauer Lindgren-Erstklässler sind auf ihrem Schulweg nun nicht mehr zu übersehen. © Daniel Schäfer

Die Astrid-Lindgren-Grundschule liegt mitten in Mügeln. Das hat Vor- und Nachteile. Ein Nachteil wird immer morgens sichtbar. Dann, wenn die Kinder in die Schule kommen.

Jetzt sind zumindest die rund 70 Erstklässler besser erkennbar - wenn sie denn die Weste tragen, die sie vor den Ferien vom ACE, dem Auto Club Europa, erhielten. Die Übergabe war für die Schüler eine Überraschung im Rahmen des Sporttages, sagt Schulleiterin Karla Dorn. Die Schule arbeitet inzwischen schon einige Jahre mit dem Club zusammen. Ein Hilferuf brachte beide zusammen. Immer öfter beobachtete Karla Dorn kritische Situation beim morgendlichen Bringen der Kinder durch die Elterntaxis: parken in der zweiten Reihe, Zufahrten zuparken, Kinder auf der Straßenseite aussteigen lassen. Es folgten Kontrollen durch den ACE, dessen Mitglieder vor Ort die Eltern auf ihre Fehler hinwiesen.

Sichere Schulwege sind Schwerpunkt

Manches ist besser geworden, das Hauptproblem aber besteht, nicht nur in Heidenau, nach wie vor, sagt der ACE-Regionalbeauftragte für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, Falk Hoffmann. "Wir stellen immer wieder fest, dass der elterliche Hol- und Bringverkehr mit dem Auto zu einem höheren Gefahrenpotenzial für die Kinder führt, als wenn diese den Schulweg zu Fuß, mit dem Rad oder Bus bestreiten." Der ACE pocht deshalb darauf, dass der Schulweg gemeinsam mit den Eltern eingeübt werden muss. Die Goodbye-Elterntaxi-Aktion war zwar Schwerpunkt im Jahr 2019, die Sicherheit von Schulwegen werde aber nach wie vor regelmäßig überprüft, sagt Hoffmann. Konkrete Konsequenzen sind zwar selten, doch vor einer Dresdner Grundschule steht nun eine intelligente Fußgängerampel.

ACE ist zweitgrößter Automobilclub

Für die Heidenauer Erstklässler gab es nun zum wiederholten Mal Warnwesten. Die Lindgren-Grundschule war eine von drei sächsischen Schulen, die der ACE damit jetzt ausstattete. Eine Aktion, für die sich die Schule bedankt und mit der sie auch nächstes Jahr rechnen kann, sagt Hoffmann. Neben den Westen gibt es für die Eltern Ratgeber.

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Der ACE mit Sitz in Stuttgart ist nach dem ADAC Deutschlands zweitgrößter Automobilclub. Er hat insgesamt über 630.000 Mitglieder, im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sind es aktuell eigenen Angaben zufolge 7.425.