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Heino will es Pegida zeigen

Roland Kaiser hat es vorgemacht. Nun wäre auch Heino bereit, in Dresden öffentlich für ein „offenes, buntes Land“ und für „Respekt gegenüber Flüchtlingen“ einzutreten.

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© dpa

Dresden/Köln. Roland Kaiser hat es vorgemacht. Nun wäre auch Heino bereit, in Dresden öffentlich für ein „offenes, buntes Land“ und für „Respekt gegenüber Flüchtlingen“ einzutreten. „Ich kann mich mit der Idee identifizieren, weil ich selbst einmal Flüchtling war“, sagt der Schlagersänger am Samstag im WDR-Fernsehen. Er sei als Vierjähriger evakuiert worden.

In der Sendung „Ich stelle mich“ ging Heino damit auf einen Vorschlag des Musik-Journalisten Jan Feddersen von der Tageszeitung ein. Dieser hatte ihn gefragt, ob er bereit sei „Verantwortung zu übernehmen“ und eine „offene Geste“ zu demonstrieren – so wie Roland Kaiser. Der hatte Anfang des Jahres eine sehr engagierte Rede auf einer Anti-Pegida-Demo gehalten und damit auch einige seiner Fans vergnatzt. „Ich habe keine Probleme damit, dies zu tun“, antwortete Heino.

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Konkrete Absprachen gebe es noch nicht, sagte Feddersen gestern der SZ. „Aber wenn jemand in Dresden eine solche Veranstaltung organisiert, kann ich gern Kontakt zu Heino herstellen und ihn an sein Versprechen erinnern.“ Es sei reizvoll, dass sich der Volksmusiker mit seinem eher reaktionären Image darauf einlasse. „Das ist eine Provokation für die Anti-Flüchlings-Szene.“ Am 31. Oktober gibt Heino übrigens ein reguläres Konzert im „Alten Schlachthof“ in Dresden. Motto: „Schwarz blüht der Enzian“. Mit Pegida hat das allerdings nichts zu tun. (SZ/hls)