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Hohnsteins Kasper wird 100 Jahre

Eine Sonderausstellung widmet sich aus Anlass des Jubiläums jetzt dem Hohnsteiner Kasperspiel. Und es gibt noch mehr Neuigkeiten.

Andrea Bigge (rechts) Museumsleiterin der Städtischen Sammlungen Sebnitz und Kulturmanagerin des Max Jacob Theaters Stadt Hohnstein richtet mit Vorstandsmitglied Birgit Großer die Ausstellung ein.
Andrea Bigge (rechts) Museumsleiterin der Städtischen Sammlungen Sebnitz und Kulturmanagerin des Max Jacob Theaters Stadt Hohnstein richtet mit Vorstandsmitglied Birgit Großer die Ausstellung ein. © Marko Förster

Mit einer Sonderausstellung ehrt Hohnstein Max Jacob und sein Kasperspiel. Der Anlass ist ein rundes Jubiläum. Vor 100 Jahren trat Max Jacob bei seiner Geburtstagsfeier erstmals mit einer Kasperfigur auf und brachte seine Gäste zum Lachen. Das war die Geburtsstunde des Hohnsteiner Kasperspiel.

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Max Jacob sah seine Leidenschaft für das Handpuppenspiel geweckt, die aus dem gelernten Buchhalter einen der weltweit bekanntesten Kasperspieler und Präsidenten der internationalen Vereinigung der Puppenspieler machte. In Hohnstein bekam der Kasper seinen Namen und sein Zuhause.

In den Räumen der Hohnsteiner Bibliothek in der Rathausstraße 10 werden viele Original-Spielfiguren, Fotos, Schriften, Plakate und Filme aus dem Nachlass auf eine Reise in die bunte Welt des traditionellen Handpuppentheaters führen. Natürlich muss nicht nur angeschaut werden, es warten hier auch jede Menge unterschiedlichster Handpuppen zum "selber spielen" - nicht nur für die jüngeren Gäste. Die Ausstellung ist eine Leihgabe der Städtischen Sammlungen Sebnitz. Zu sehen ist sie bis Jahresende.

Zur Eröffnung in der ehemaligen Bibliothek neben dem Rathaus am 17. Juli, 16 Uhr erwartet die Besucher ein lustiges Puppenspiel "Kasper, Ratte und Konsorten" von und mit Cornelia Fritzsche. Und neben Kunst und Kultur kommt auch das Kulinarische nicht zu kurz. Öffnungszeiten der Ausstellung bis Jahresende immer: Freitag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr.

In Hohnstein werden wieder Kasper geschnitzt

Seit dem 1. Juni hat Hohnstein mit Uta Qualmann aus Krumhermsdorf und Axel Streit aus Dresden zwei neue "Kaspermanager" im Hohnsteiner Rathaus. Beide haben sich unter 11 Bewerbern durchgesetzt. "Aufgrund der unterschiedlichen Erfahrungen und Vorstellungen haben wir uns für ein Tandem mit jeweils 20 Wochenstunden für die Umsetzung des Kasperpojektes entschieden", sagt Hohnsteins Bürgermeister Daniel Brade (SPD). Beide haben eine große Aufgabe übertragen bekommen. Sie werden die neue Schnitzerwerkstatt im ehemaligen Gewandhaus der Blasmusik und die Erweiterung des Kasperpfades mit dem gewonnenen Preisgeld aus dem SIMUL-Wettbewerb 2020 umsetzen. Dabei werden sie eng mit den Hohnsteiner Vereinen und den Einwohnern zusammen arbeiten.

Max-Jacob-Theater wieder im Spielbetrieb

Das Max-Jacob-Theater in Hohnstein lädt ebenfalls wieder kleine und große Besucher zu den verschiedensten Aufführungen ein. Am Sonntag, 18. Juli ist zum Beispiel Volkmar Funke mit dem Stück "Kasper, König, Räuber Hinz" zu Gast. Beginn ist 15 Uhr.

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Und auch der Hohnsteiner Kaspertag ist wieder zurück. Der nächste findet am Mittwoch, 21. Juli statt. Treffpunkt zum Rundgang ist 16 Uhr vor dem Eingang der Burg Hohnstein. Der Rundgang führt über die Burg, durch die Stadt und die Traditionsstätte Hohnsteiner Handpuppenspiel bis zum Max Jacob Theater. Hier spielt Jens Hellwig um 17.15 Uhr das Stück „Der Goldschatz in der Mühle“. Der Eintritt dazu ist frei.

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