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Lauta hat neuerdings eine Stadtfeuerwehr

Das Feuerwehrwesen in Lauta ist nach zwei Stadtrats-Beschlüssen wieder auf dem aktuellen Stand.

Die 2016 gewählten Ortswehrleiter und ihre Stellvertreter: Steffen Oehme (v.l.), André Halko, René Reeb, Robin Wolf, Roland Glausch und Sebastian Scholze mit Stadtwehrleiter Martin Urbanski. Es fehlten Peter Koar und Sebastian Pusch.
Die 2016 gewählten Ortswehrleiter und ihre Stellvertreter: Steffen Oehme (v.l.), André Halko, René Reeb, Robin Wolf, Roland Glausch und Sebastian Scholze mit Stadtwehrleiter Martin Urbanski. Es fehlten Peter Koar und Sebastian Pusch. © Archivfoto: Ralf Grunert

Lauta. Die Feuerwehrsatzung ist die Grundlage für das Wirken der Feuerwehr. Sie definiert Rechte und Pflichten. Die bislang in der Stadt Lauta geltende Satzung stammt aus dem Dezember 2007. Es wurde Zeit, sie auf den neuesten – auch gesetzlichen – Stand zu bringen. In dieser Woche hat der Stadtrat die Neufassung beschlossen und bei dieser Gelegenheit auch gleich die Überarbeitung der aus dem Jahr 2015 stammenden Satzung über die Entschädigung der ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute.

Fast hundert Feuerwehrleute in vier Ortsfeuerwehren

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Aktuell zählt die Freiwillige Feuerwehr Lauta, die aus den vier Ortsfeuerwehren Lauta Dorf, Lauta-Stadt, Laubusch und Leippe-Torno besteht, 96 aktive Mitglieder. Der Alters- und Ehrenabteilung gehören 34 Männer und Frauen an. Die Jugendfeuerwehr hat 19 Mitglieder, ebenso wie die im vergangenen Jahr von der Ortsfeuerwehr Lauta Dorf gegründete Kinderfeuerwehr.

In Zukunft nur noch eine Hauptversammlung für alle

Eine Umbenennung ist eine der Änderungen in der neuen Satzung. Städten wird neuerdings zugestanden, dies auch in einigen Bezeichnungen kenntlich zu machen. So werden aus der bisherigen Gemeindefeuerwehr die Stadtfeuerwehr und aus dem Gemeindewehrleiter der Stadtwehrleiter, im konkreten Fall ist das Martin Urbanski. Neu ist auch die Festlegung, dass künftig einmal jährlich eine gemeinsame Hauptversammlung für alle vier Ortsfeuerwehren stattfindet. Es bleibt aber dabei, dass alle fünf Jahre Wahlen stattfinden. Ob das im Rahmen der Hauptversammlung oder separat geschieht, ist noch zu klären.

Ein halbes Jahrhundert aktiver Feuerwehr-Dienst wird honoriert

Nachgebessert wurde unmittelbar vor der Beschlussfassung noch im Paragraf, der die Zuwendung des Freistaates bei besonderen Dienstjubiläen regelt. In der Ursprungsfassung der Satzung waren lediglich Prämien für 10 Jahre, 15 Jahre und 40 Jahre aktiver Dienst vorgesehen. Damit war Edwin Koall, Bürgermeisterstellvertreter und Ex-Ortswehrleiter von Lauta Dorf, nicht einverstanden. Im fehlt das 50-jährige Dienstjubiläum, das 2018 neu ins Gesetz aufgenommen worden ist. „50 Jahre zu erreichen, das ist theoretisch möglich“, erklärte er und forderte die Aufnahme in die Satzung. Wie sich herausstellte, war es bei der Überarbeitung schlichtweg übersehen worden. Keiner der Stadträte hatte etwas dagegen, dieses Jubiläum ebenfalls in die Satzung aufzunehmen. Diese Regelung greift aber sowieso nur in dem Fall, dass der Freistaat Sachsen diese Prämien nicht mehr zahlt und die Stadt einspringen muss.

Neue Vertreterregelung erhöht die Aufwandsentschädigung

Die Beträge der monatlichen Aufwandsentschädigungen in Abhängigkeit von der Stellung bleiben unverändert. Die Spanne reicht vom Stadtwehrleiter mit 130 Euro über den Jugendfeuerwehrwart und den Kinderfeuerwehrwart mit jeweils 50 Euro bis hin zum Schriftführer mit 20 Euro. Neu hingegen ist unter anderem die Vertretungsregelung, die sich auch entsprechend in der Aufwandsentschädigung niederschlägt. Diese Regelung greift bereits am vierten Tag der Vertretung und nicht mehr erst ab der dritten Woche wie bisher.

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