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Solarpark auf den früheren Tagesanlagen Scheibe geplant

Der Gemeinderat Lohsa fasste den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan „Solarpark Scheibe“

© Symbolfoto: SZ Archiv

Lohsa. Die Firma Ostwind Erneuerbare Energien GmbH Regensburg will im Bereich der Tagesanlagen des früheren Tagebaus Scheibe einen Solarpark errichten. „Es geht um eine sinnvolle Nachnutzung der früheren Industriebrache. Der Bereich gilt als Sonderfläche. Die künftige Nutzung ist genau vorgeschrieben, eine andere Nutzung nicht möglich“, sagte Wolfgang Tietze, Leiter des Sachgebiets Bau und Immobilienmanagement der Gemeinde Lohsa, in der letzten Gemeinderatssitzung. Dieser fasste einstimmig den Entwurfs- und Auslegungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit integriertem Grünordnungsplan „Solarpark Scheibe“ Lohsa.

Auf 18,62 Hektar Fläche soll sich der Solarpark erstrecken. Geplant sind Photovoltaik-Module mit einer Gesamtleistung bis zu 10 Megawatt peak. Der Gemeinderat beschloss die Auslegung des B-Planes mit Teil A (Planzeichnung), mit Teil B (planungsrechtliche Festsetzung) und Teil C (Begründung). Der vorliegende vorhabenbezogene Bebauungsplan soll die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage schaffen. Der Entwurf liegt jetzt im Bauamt der Gemeinde Lohsa zu den bekannten Öffnungszeiten zur Einsicht aus. Die Verfahrenskosten werden vom Flächeneigentümer direkt getragen. Die Verwaltung trägt die Verwaltungskosten, die sich aus dem hoheitlichen Verfahren ergeben. Gefragt sind jetzt die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange. „Im Vorfeld gab es eine erste Abstimmung mit dem Naturschutz und mit dem Umweltschutz“, so Wolfgang Tietze.

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Die Firma Ostwind betreibt bereits seit 2004 nördlich des Scheibesees drei Windenergie-Anlagen. Sie bilden zusammen mit zwei weiteren Anlagen nordwestlich angrenzend auf dem Gebiet der Gemeinde Spreetal den „Windpark Scheibe-Trattendorf“. Diese Windenergie-Anlagen verfügen jeweils über eine Trafostation. Sie sind jeweils von der Kreisstraße K 9218 gut erreichbar.

Ziel der jetzigen, weiteren Planung ist ausschließlich die Errichtung der Photovoltaik-Freiflächenanlage. „Durch die Solarmodule wird Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umgewandelt, die in das öffentliche Netz eingespeist wird“, heißt es in der Begründung zum Plan mit Beschreibung des Vorhabens. „Die Anlage besteht im Wesentlichen aus den aufgeständerten Photovoltaik-Modul-Reihen mit Wechselrichtern, maximal sieben Trafostationen und der Einzäunung. Die Photovoltaik-Anlage ist für einen Betrieb ohne personelle Beaufsichtigung konzipiert. Die zuverlässige Anlagen-Funktion wird automatisch per Fernüberwachung durch eine Servicefirma gewährleistet. Im Falle einer Störung wird bei der Fernwarte automatisch Alarm ausgelöst. Die Servicefirma kann daraufhin den Fehler lokalisieren und sofort beheben.“

Gemeinderat Tilo Babick (Freie Wähler Lohsa) fragte nach den Vorzügen für die Gemeinde Lohsa. Wird ein solcher Solarpark Einnahmen der Gewerbesteuer erbringen? Wie weit kann die Gemeinde Lohsa daran teilhaben? „Fakt ist: es muss eine Erschließungsvereinbarung abgeschlossen werden“, verdeutlichte Wolfgang Tietze. „Nur dann kann die Gemeinde finanziell teilhaben.“ Kämmerin Mandy Liepert führte aus, dass die Firma Ostwind einen jährlichen Zuschuss von 7.000 Euro an die Gemeinde zahlt. Diese Summe gilt als sogenannte Gestattungsabgabe. „Bevor die Satzung rechtskräftig und unterschreibbar ist, muss die Erschließungsvereinbarung vorliegen, verdeutlichte Wolfgang Tietze. „Dieser Schritt ist wichtig, damit wir als Gemeinde nicht leer ausgehen.

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