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Hoyerswerda

Standort-Analyse für Kindertagesstätten

Erzieherinnen und Eltern sollen einbezogen werden. Es geht um vier Einrichtungen in Lohsa.

© Archivfoto: Uwe Schulz

Lohsa. Die Gemeinde Lohsa lässt ein Gesamt-Konzept zur Sanierung der vier Kindertagesstätten „Märchenland“ Lohsa, „Spreemäuse“ Weißkollm, „Koboldland“ Steinitz und „Koboldland“ Groß Särchen erarbeiten. Dazu bekannte sich der Gemeinderat am 10. November mit einem Grundsatz-Beschluss. (SZ berichtete)

„Die wichtigsten Maßnahmen sind die energetische Fassaden-Sanierung mit Feuchtigkeitssperren, der Einbau effektiverer Heizungsanlagen, der Innenausbau unter Beachtung aktueller Brandschutzbedingungen und die Gestaltung von Außenbereichen, Spielplätzen und Zuwegungen“, erläutert Wolfang Tietze, Leiter des Sachgebietes Bau- und Immobilienmanagement, auf Nachfrage. „Da ein Reparaturrückstau in allen Einrichtungen zu verzeichnen ist, soll die Investitions- und Standortanalyse Sicherheit für eine nachhaltige Investition und Entwicklung der einzelnen Standorte bringen.“ In den Kitas, so der Bauamtsleiter, gab es in den letzten 30 Jahren immer wieder kleinere und größere Investitionen. Sie entsprachen dem geforderten Standard und ermöglichten eine weitere Betriebs-Erlaubnis der Tagesstätten. Über Jahre versuchte die Gemeinde, Förderung zu erlangen, da eine umfassende Grundsanierung wegen des Verschleißes notwendig sei. „Ohne Förderung ist die Gemeinde nicht in der Lage, die Gesamtkosten zu tragen“, so Wolfgang Tietze. „Das Problem war immer wieder, dass es kein Fachprogramm für eine Kita-Sanierung gegeben hat.“

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Die Gemeinde hat jetzt zunächst die Größenordnung für den Investitionsstau intern ermittelt. Der Gemeinderat beriet darüber in nichtöffentlicher Sitzung. Fakt ist laut Bauamtsleiter: Die Gemeinde Lohsa wird jetzt mit fachlich geeigneten Büros zur Aufgabenstellung sprechen. Eine Auftragserteilung könne im ersten Halbjahr 2021 folgen. „Der Gemeinderat wird im laufenden Verfahren beteiligt“, versichert Wolfgang Tietze. „In der Erarbeitungsphase der Analyse wird es unter anderem Befragungen und Abstimmungen mit dem Elternbeirat und mit den Erzieherinnen geben. Welchen Zeitraum diese einzelnen Schritte umfassen, kann jetzt noch nicht genau definiert werden.“

Alle Kitas sollen erhalten bleiben. Unter Beachtung der Entwicklung der Gemeinde – vor allem der demografischen und der regionalen Entwicklung sowie weiterer Aspekte – werden die Standorte betrachtet. Aus dieser Analyse können Schwerpunkte für die Investitionen gelegt werden, die zur Entwicklung und Sicherung führen sollen.

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