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Weihnachten und Hausmusik

Im Zejler-Smoler-Haus in Lohsa zeigt eine Sonder-Ausstellung historische Musikinstrumente. Wann sie öffnet, ist unklar.

Gabriele Knothe (links) und Veronika Sauer bauten die Ausstellung mit auf. Zu den Exponaten gehören unter anderem eine Ziehharmonika, eine Mandolinen-Zither und eine Knopfharmonika. Es handelt sich um Leihgaben von Angelika Hammerschmidt aus Riegel.
Gabriele Knothe (links) und Veronika Sauer bauten die Ausstellung mit auf. Zu den Exponaten gehören unter anderem eine Ziehharmonika, eine Mandolinen-Zither und eine Knopfharmonika. Es handelt sich um Leihgaben von Angelika Hammerschmidt aus Riegel. © Foto: Andreas Kirschke

Lohsa. Wie ein kostbarer, gewebter Gobeline-Teppich wirkt die Wand. Der Spiegel daran unterstreicht das gewollt festliche Ambiente. Davor sind eine Ziehharmonika, eine Mandolinen-Zither und eine Knopfharmonika ausgestellt. Sie laden zum Musizieren ein. Es sind Leihgaben von Angelika Hammerschmidt aus Riegel.

„Die Mandolinen-Zither ist unser Schmuckstück“, sagen Veronika Sauer und Gabriele Knothe vom Vorstand des Fördervereins Begegnungsstätte Zejler-Smoler-Haus Lohsa, während sie damit beschäftigt sind, die diesjährige Weihnachtsausstellung zum Thema „Musikinstrumente im Wandel der Zeit“ aufzubauen und zu dekorieren. Die Idee für das Thema entstand im Vorstand, ist von beiden zu erfahren.

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„Weihnachten und Musik – das gehört unbedingt zusammen“, findet Veronika Sauer. „Weihnachten ist die Zeit des Singens. Weihnachten ist die Zeit der Hausmusik.“ Immer wieder leben und pflegen Familien noch diese Tradition. Das soll die Ausstellung verdeutlichen.

Ein Sammelsurium an Flöten

Stark unterstützte Familie Werner Thomas aus Weißkollm den Verein. Tochter Thea Hanspach brachte eine „Blockflötenfamilie“ mit Sopranino, Sopran, Alt, Tenor und Bass als Leihgaben. Sie unterstützte zudem mit immerhin 14 Flöten aus verschiedenen Ländern die Ausstellung. Zu ihren zahlreichen Leihgaben gehören ebenfalls ein russisches Signalhorn, drei Panflöten und eine Querpfeife für Spielmannszüge.

Ihr Bruder Andreas Thomas stellte unter anderem eine Mandoline, zwei afrikanische Trommeln, eine Westerngitarre, eine Violine, eine Konzertgitarre, eine Fanfare, eine Elektro-Gitarre und sechs Notenhefte für die Ausstellung als Leihgabe bereit. Von ihm stammt auch das älteste Exponat in der Ausstellung. Es handelt sich um eine 200 Jahre alte Bratsche.

Von Brigitte und Hans Hirschfelder aus Lohsa kamen 70 Jahre alte Flöten und eine rund 40 Jahre alte Mundharmonika. Helmut Gerlach aus Uhyst/Spree, der frühere Leiter des Männerchors Lohsa, stellte zum Beispiel eine Geige, eine Mundharmonika und eine Auswahl an Liederbüchern als Leihgaben zur Verfügung. Zum Fundus gehören Wiegenlieder, Volkslieder, Trinklieder und historische Studentenlieder.

Von der Evangelischen Kirchengemeinde Lohsa erhielt der Förderverein für die Weihnachtsausstellung einige Orgelpfeifen. Sie wurden nach der Restaurierung der Orgel nicht mehr benötigt. Jetzt sind einige Exemplare in der Ausstellung zu sehen. Jedes Exponat in der Weihnachtsausstellung könnte eine Geschichte erzählen. Sehr dankbar ist der Verein allen Leihgebern.

Eine erstaunliche Vielfalt

Im Oktober war der Aufruf für die Ausstellung gestartet. Breitgestreut in Lohsa und Umgebung bat der Förderverein um Leihgaben. Weniger Exemplare als sonst gingen ein. Weniger Unterstützer als sonst kamen direkt aus Lohsa. „Dafür kam mehr Hilfe von außerhalb. Eine erstaunliche Vielfalt kam dennoch zusammen“, sagt Gabriele Trentzsch, Mitarbeiterin im Zejler-Smoler-Haus. Vor Ort erfasste sie die Leihgaben sorgfältig fotografisch und tabellarisch. Zusammen mit Andreas Löpke und Gabriele Knothe gestaltete sie 32 Sterne. Zunächst galt es, Notenblätter auf Kartonpapier zu kopieren, die Kopien auszuschneiden, zu falten und zusammenzukleben. Schließlich dienten die Sterne als willkommene Dekoration in der Ausstellung.

Nach Themen wie „Nussknacker“ (2007), „Sorbische Sagenfiguren und Christbäume“ (2008), „Märchen, Geschichten, Lieder, Bräuche und Spiele zum Christfest“ (2009), „Engel. Gottesbote und Heilsbringer“ (2010), „Glocken“ (2011), „Bergmannsweihnacht und erzgebirgische Schnitzereien“ (2012), „Kerzen und Adventskalender“ (2013), „Puppen, Puppenstuben und Puppenwagen“ (2014), „Wintersport zu Großelterns Zeiten“ (2015), „Pulsnitzer Pfefferkuchen“ (2016), „Teddys“ (2017), „Feuerwehrautos“ (2018) und „Puppentheater – meine Welt“ (2019 hat der Förderverein auch in diesem Jahr wieder ein originelles Thema für die Weihnachtsausstellung gesucht. Mit „Musikinstrumente im Wandel der Zeit“ gelang das.

Ausstellungs-Eröffnung geplatzt

Wegen der Corona-Beschränkungen musste die Eröffnung der Ausstellung am 1. Advent ausfallen. Der Förderverein möchte die Ausstellung dennoch so bald wie möglich Besuchern zeigen. „Wir erhoffen uns viel Interesse an der Ausstellung, auch wenn sie erst im nächsten Jahr zugänglich ist“, erklärt Reinhardt Schneider, der Vorsitzende des Fördervereins, und unterstreicht: „Wir wollten trotz Corona die Tradition unserer Weihnachtsausstellung nicht unterbrechen.“

Die Weihnachtsausstellung „Musikinstrumente im Wandel der Zeit“ im Zejler-Smoler-Haus soll möglichst ab Januar gezeigt werden. Sobald ein verbindlicher Eröffnungstermin feststeht, wird an dieser Stelle informiert. Die Ausstellung soll dann bis ins Frühjahr hinein zugänglich sein.

Weitere Informationen zum Verein und zum Haus finden Interessierte unter www.zejler-smoler-haus-lohsa.de.

Die Weihnachtsausstellung 2020 im Lohsaer Zejler-Smoler-Haus hat zum Thema „Musikinstrumente im Wandel der Zeit“. Sehr dankbar ist der Förderverein Begegnungsstätte Zejler-Smoler-Haus Lohsa den zahlreichen Unterstützern für ihre Leihgaben.
Die Weihnachtsausstellung 2020 im Lohsaer Zejler-Smoler-Haus hat zum Thema „Musikinstrumente im Wandel der Zeit“. Sehr dankbar ist der Förderverein Begegnungsstätte Zejler-Smoler-Haus Lohsa den zahlreichen Unterstützern für ihre Leihgaben. © Foto: Andreas Kirschke

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