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„Wir wollen mit unserer Arbeit Gutes tun“

In Lohsa wurde in diesem Monat im früheren Ambulatorium die Ergotherapie Balance eröffnet.

Anfang dieses Monats öffnete die Ergotherapie Balance in Lohsa. Sie ergänzt jetzt den Ambulanten Pflegedienst Ballandt. Vor Ort im Einsatz sind Stephanie Birgany (rechts/Fachliche Leiterin Ergotherapie) und ihre Stellvertreterin Julia Müller.
Anfang dieses Monats öffnete die Ergotherapie Balance in Lohsa. Sie ergänzt jetzt den Ambulanten Pflegedienst Ballandt. Vor Ort im Einsatz sind Stephanie Birgany (rechts/Fachliche Leiterin Ergotherapie) und ihre Stellvertreterin Julia Müller. © Foto: Andreas Kirschke

Lohsa. Ursula Lohan kennt sich aus: „Gerade Ergotherapie wird heute dringend gebraucht. Das Angebot ist vielseitig. Man muss nicht mit Rezept nur zur Behandlung kommen, man kann sich auch beraten lassen“, meinte die Wittichenauerin. Zur Eröffnung der Ergotherapie Balance in Lohsa gehörte sie zu den ersten Besuchern. Seit Anfang September ist die Ergotherapie im früheren Ambulatorium vor Ort. Sie ergänzt die Außenstelle Lohsa des Ambulanten Pflegedienstes Ballandt Wittichenau.

„Wir wollen ein umfangreiches Angebot schaffen für unsere Pflegebedürftigen, für Kinder, Jugendliche und weitere Zielgruppen“, unterstrich Anja Ballandt, Geschäftsführerin der Ergotherapie Balance. „Wir haben viel investiert in die Ausstattung, unter anderem in die Förderung motorischer Fähigkeiten mit Bällen, Reifen, Geräten zur Holzbearbeitung. Entstanden ist auch ein modern ausgestatteter Behandlungsraum.“

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Vor Ort betreuen Stephanie Birgány und Julia Müller die Patienten. Beide sind ausgebildete Ergotherapeutinnen. Seit über zehn Jahren arbeiten sie mit Freude in ihrem Beruf. „Uns geht es um Lebensqualität in allen Lebenslagen“, erläuterte Julia Müller. „Ergotherapeut ist ein sehr lebensnaher, praktischer, ganz vielfältiger Beruf. Er bereitet mir viel Freude. Das Schöne ist: Ich kann auf jeden Patienten individuell eingehen, kann viel bewirken – und das in allen Altersgruppen, vom Säugling bis zum Rentner. Uns geht es um Lebensqualität, Wohlbefinden, Selbständigkeit und Zufriedenheit des Einzelnen.“ Praktische Erfahrung sammelte Julia Müller in Cottbus und in Kamenz. Spezialisiert hat sie sich vor allem auf Kinder und auf Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen.

Stephanie Birgány sammelte in Bad Muskau praktische Erfahrung. Spezialisiert hat sie sich auf den motorischen, orthopädischen und neurologischen Bereich in der Ergotheraphie. Sie ist zudem ausgebildete Pilates-Trainerin. „Aus all diesen Erfahrungen können wir schöpfen. Wir ergänzen uns gut. Wir können auf den Einzelnen eingehen“, meinte die fachliche Leiterin bei der Eröffnung der Ergotherapie.

„Uns ist wichtig, eine gute Kooperation mit anderen Therapeuten, mit Ärzten, mit Pflegeeinrichtungen, mit Kindergärten, Schulen und langfristig auch mit Firmen aufzubauen“, unterstrich Stephanie Birgány. Ergotherapie betrifft längst nicht nur den klassischen Schlaganfall-Patienten. Sie richtet sich auch an Menschen mit seelischen Beeinträchtigungen wie Burnout und Depression. Sie unterstützt zudem Kinder mit entwicklungsverzögerten feinmotorischen Fähigkeiten, mit Rechenschwäche, mit Lese-Rechtschreib-Schwäche und mit anderen Beeinträchtigungen. „Wir können hier gezielt mit ihnen arbeiten. Wir sind umfangreich ausgestattet mit verschiedenen Lernmaterialien“, sagt Anja Ballandt und bekräftigte: „Wir wollen mit unserer Arbeit Gutes tun.“ Lohsas Bürgermeister Thomas Leberecht (CDU) freut sich über die neue Einrichtung vor Ort. Er wertet sie als Bereicherung für Lohsa und Umland „Wir sehen, dass gerade solche Angebote gesucht werden“, meinte er zur Eröffnung. „Dabei geht es nicht nur um Ältere und Pflegesuchende. Es geht um alle Altersgruppen, um die Unterstützung des normalen Tagesablaufs, um die Unterstützung der Verhindertenpflege bis zur Unterstützung der häuslichen Pflege. Das ist gerade im ländlichen Raum umso wichtiger. Die Wege zu den möglichen Behandlungen sollten so kurz wie möglich sein.“ Ergotherapie, so Thomas Leberecht, zielt nicht nur auf den Patienten an sich. Sie entlastet auch dessen Familie. Sie ermöglicht den Patienten wieder Teilhabe am Leben. „Damit kann Freude am Leben wieder zurückkehren.“

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