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Kamenz

Elstraer gedenken berühmten Maler

Der Künstler Otto Garten starb vor 20 Jahren. Seine Arbeiten sind nicht nur in der Region bekannt.

Otto Garten beim Malen in seinem Atelier in Elstra.
Otto Garten beim Malen in seinem Atelier in Elstra. © privat

Elstra. Otte Garten ist der wohl der berühmteste Sohn der Stadt Elstra. Im Oktober jährt sich sein 20. Todestag. Das ist Anlass für die Stadt Elstra, dem Maler zu gedenken. Am 20. Oktober findet auf dem Friedhof der Stadt, wo Otto Garten seine letzte Ruhestätte fand, eine Kranzniederlegung mit einem kleinen Festakt statt.

Die Stadtverwaltung hat sich dafür etwas besonderes ausgedacht. Alle Elstraer, die zu der Gedenkveranstaltung kommen wollen, sollten eine Blume mitbringen. „Schön wäre es, wenn jeder eine Blüte in der Hand trüge, die am Ende der Veranstaltung in eine Vase gesteckt wird, damit neben dem Kranz der Stadtverwaltung auch ein Riesen-Blumenstrauß das Grab schmückt“, heißt es in einer Pressemitteilung. 

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Die Gedenkveranstaltung beginnt um 10 Uhr. Am Grab wollen Bürgermeister Frank Wachholz (Runder Tisch Elstra), die ehemalige Schulleiterin der Otten-Garten Grundschule, Schüler der Grundschule und die Leiterin des Ernst-Rietschel-Kulturrings, Sabine Schubert, sprechen. Die die musikalische Umrahmung sorgen der Kammervirtuose Dietmar Hedrich und Diplom-Pädagoge Christian Wagner. 

Nachlass befindet sich in Bautzen

Otto Garten wurde als Sohn des Kleinbauern Ernst Garten und seiner Frau Marie geboren. Schon als Kind wandte sich Garten dem Zeichnen zu. Der Maler Josef Goller, der seit 1906 an der Kunstgewerbeschule Dresden wirkte, besuchte öfter die Kleinstadt Elstra und wurde auf den begabten Garten aufmerksam. Goller empfahl eine Ausbildung als Kunstmaler. Nach dem Tod des Vaters begann Garten 1917 eine Ausbildung an der Kunstgewerbeschule Dresden und ab 1920 an der Kunstakademie  Dresden. 1927 beendete Garten sein Studium und ging als freier Kunstmaler zurück in seine Heimatstadt Elstra. Da die Kontakte zu den Dresdner Künstlern kriegsbedingt abgerissen waren, orientierte sich Garten neu und wurde 1952 in den Arbeitskreis Sorbischer bildender Künstler aufgenommen. Otto Garten starb im Jahr 2000 im Alter von 98 Jahren in seiner Heimatstadt Elstra. Sein Nachlass befindet sich weitgehend im Sorbischen Museum in Bautzen. 

Aus Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern wissen viele Elstraer, wie Otto Garten in der Kleinstadt Elstra unterwegs war. Die beschreiben ihn als unauffällig klein, immer im Dauerlauf unterwegs, damit er etwas für seine Gesundheit tut, dann aber wieder am Wegesrand mit Skizzenblock oder Staffelei sitzend, um möglich ungestört zu bleiben. Andererseits konnte er sehr freundlich Auskunft geben und auf Dinge aufmerksam machen, die man selbst nicht bemerkte. (SZ/Hga)   

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