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Königsbrück: Mehr Platz für die Oberschüler

Für drei Millionen Euro entstand an der Arthur-Kießling-Oberschule ein moderner Anbau. Bei der Ausstattung ist allerdings noch ein Wunsch offen.

Geschafft: Der Anbau an der Arthur-Kießling-Oberschule in Königsbrück ist fertig. Nun bietet die Schule Platz für 336 Schüler.
Geschafft: Der Anbau an der Arthur-Kießling-Oberschule in Königsbrück ist fertig. Nun bietet die Schule Platz für 336 Schüler. © René Plaul

Königsbrück. Bereits mit dem Schuljahresbeginn konnten die Mädchen und Jungen der Königsbrücker Arthur-Kießling-Oberschule neue Räume in Besitz nehmen. Jetzt fand die offizielle Einweihung statt. Es ist der zweite Abschnitt der Erweiterung.

Der neue Gebäudeteil konnte trotz Corona nach einer planmäßigen Bauzeit von 17 Monaten feierlich übergeben werden, erklärt das Landratsamt Bautzen als Bauherr und Schulträger. Vize-Landrat Udo Witschas (CDU) sagte zur Einweihung, dass der Landkreis Bautzen der einzige Kreis sei, der Oberschulen in Trägerschaft habe und neu errichtet.

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An der Königsbrücker Oberschule weihten Schüler gemeinsam mit Vizelandrat Udo Witschas (3.v.l.), Schulleiterin Sigrun Kreher (3.v.r.) und Bürgermeister Heiko Driesnack (r.) den zweiten Anbau ein.
An der Königsbrücker Oberschule weihten Schüler gemeinsam mit Vizelandrat Udo Witschas (3.v.l.), Schulleiterin Sigrun Kreher (3.v.r.) und Bürgermeister Heiko Driesnack (r.) den zweiten Anbau ein. © René Plaul

Der Unterricht kann nun zweizügig am Standort "An der Schule 3" in Königsbrück stattfinden. Bereits vor den Sommerferien wurden die Container abgebaut, in denen Schüler während der Bauzeit unterrichtet wurden. Schulleiterin Sigrun Kreher meinte schmunzelnd: „Das Navi würde sagen: ‚Sie haben Ihr Ziel erreicht.‘“

Der zweite Anbau ist ein dreigeschossiges Gebäude. Darin befinden sich Fachräume für Biologie und Musik mit Vorbereitungsräumen, sieben Klassenzimmer, drei Gruppenräume, ein Raum für Fachlehrer und Sozialarbeiter. Dazu Sanitär-, Lagerräume sowie ein Raum für die Reinigungsmittel. Außerdem wurden die Außenanlagen erweitert, ein Spielfeld angelegt und für Sitzplätze gesorgt.

Auch die Außenanalgen der Oberschule wurden erweitert, unter anderem um dieses Spielfeld.
Auch die Außenanalgen der Oberschule wurden erweitert, unter anderem um dieses Spielfeld. © René Plaul

Der Landkreis investierte insgesamt knapp drei Millionen Euro in die Schulerweiterung, davon sind rund zwei Millionen Euro Fördermittel. Bis zu 336 Schüler können nun an der Schule lernen. Derzeit sind es 285. Damit sollte jetzt genug Platz zur Verfügung stehen.

Infolge baulicher Mängel war das alte Schulgebäude in der Innenstadt Mitte des vorigen Jahrzehnts vollständig gesperrt worden. Am neuen Standort „An der Schule“ gab es damals neben der Sporthalle fürs Erste nur Räume für den WTH-Unterricht und zwei Klassenzimmer.

Schulleiterin kämpft für mehr digitale Tafeln

Schon mit der ersten Erweiterung als einzügige Oberschule wurde aber klar, dass das nicht reichen wird, und deshalb ein weiterer Anbau mit einkalkuliert. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen war der Bedarf absehbar. So reichten die Räume schon mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts 2018 nicht, und es mussten zusätzlich Container für den Unterricht genutzt werden.

Der jetzige Anbau ist barrierefrei und wurde komplett neu ausgestattet. Allerdings sieht die Schulleiterin gerade bei der Ausstattung noch ein Defizit. Das Stichwort sei die Digitalisierung, die ja vorangetrieben werden soll, so Sigrun Kreher.

Dazu gehöre im 21. Jahrhundert eine Vollausstattung mit neun digitalen Schultafeln, ist Kreher überzeugt. So sei das auch geplant gewesen. Nur drei habe der Landkreis letztlich aber genehmigt. Stattdessen müsse wieder mit grünen Kreidetafeln gearbeitet werden - für die Schulmannschaft völlig unverständlich. Sie wolle dranbleiben, sagt Sigrun Kreher, und beim Kreis dafür kämpfen, dass die restlichen Digital-Tafeln noch montiert werden. (SZ/ha)

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