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Baustart für neue Kita in Großröhrsdorf

Weil immer mehr junge Familien in die Stadt ziehen, muss eine größere Kita her. Wie der Neubau aussehen und wann er fertig werden soll.

Bereit zum ersten Spatenstich: Neben den erwachsenen Gästen waren auch Kinder der Kita Bummiland in Großröhrsdorf mit Schubkarren und Schaufeln bei dem großen Moment dabei.
Bereit zum ersten Spatenstich: Neben den erwachsenen Gästen waren auch Kinder der Kita Bummiland in Großröhrsdorf mit Schubkarren und Schaufeln bei dem großen Moment dabei. © René Plaul

Großröhrsdorf. Sie standen bereit – und das in entsprechender Bekleidung. 50 Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte Bummiland in Großröhrsdorf warteten auf ihren Einsatz, einige mit Bauhelm und Arbeitshandschuhen. Auch Schubkarren und ein Spaten durften nicht fehlen. Schließlich sollte das erste Stück Erde ausgehoben werden, damit der Bau einer neuen Kita starten kann.

Die anderen Kinder der Einrichtung an der Lessingstraße waren genauso aufgeregt, schauten ihren Spielkameraden zu. Das Gelände für den Neubau kennen sie ganz genau, befindet es sich doch in direkter Nachbarschaft ihres jetzigen Kindergartens. Und nicht nur einmal haben sie bei Spaziergängen an der künftigen Baustelle vorbeigeschaut. Jetzt geht es also los.

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Dass für das jetzige Bummiland ein Ersatzbau her muss, darüber sind sich die Stadtoberen schon lange einig. Zwei wichtige Argumente sprechen dafür. Immer mehr Menschen hat es in den vergangenen Jahren nach Großröhrsdorf gezogen - die Nähe zur Landeshauptstadt wie auch die vorhandenen Arbeitsplätze machen die Stadt gerade für junge Familien attraktiv. „Wir stoßen an unsere Kapazitätsgrenzen, weil der Zuzug in die Stadt immer größer wird“, erklärt der Großröhrsdorfer Bürgermeister Stefan Schneider (parteilos).

Kita-Bau kostet reichlich 5 Millionen Euro

Das zweite Argument sind die jetzigen Bedingungen in der Kita, deren Träger die Arbeiterwohlfahrt (Awo) ist. Die Einrichtung befindet sich in einer ehemaligen Lagerhalle, die in den 1970er-Jahren zur Kita umgebaut worden war. „Die Bedingungen entsprechen nicht mehr den modernen Standards, auch beim Brandschutz müsste einiges passieren“, erklärt der Bürgermeister. Eine Sanierung wäre nicht wirtschaftlich, und so entschied sich die Stadt gemeinsam mit der Awo, die als Bauherr fungiert, für einen Neubau an der Johann-Sebastian-Bach-Straße.

Der kostet rund fünf Millionen Euro. Das sächsische Kultusministerium und der Landkreis Bautzen stellen Fördermittel zur Verfügung - insgesamt reichlich 1,8 Millionen Euro. 505.000 Euro übernimmt die Arbeiterwohlfahrt. Damit bleiben noch rund 2,7 Millionen Euro offen, die die Stadt Großröhrsdorf aus ihren eigenen Mitteln stemmt.

So soll die neue Kita Bummiland in Großröhrsdorf einmal aussehen.
So soll die neue Kita Bummiland in Großröhrsdorf einmal aussehen. © Zeichnung: Seehars.Architekten

Offen bleibt in diesem Zusammenhang, wie sich die Baukosten im Laufe der nächsten Monate entwickeln. Bekanntlich sind sie deutschlandweit enorm in die Höhe geschossen, vor allem was Baumaterialien betrifft. „Sollten im Laufe des Baues noch Mehrkosten entstehen, was in der gegenwärtigen Situation durchaus zu erwarten ist, müssten diese von der Stadt Großröhrsdorf getragen werden“, erklärte Stefan Schneider schon im April dieses Jahres. Dann müsse man sehen, wie sich die finanzielle Situation der Stadt insgesamt entwickele.

Die neue Kita soll ein echter Hingucker werden. Als Flachbau gestaltet, besteht sie aus drei Teilen: einem Kindergartenbereich, einem für die Krippe und einer gemeinsamen Eingangshalle. Natürlich wird es auch einen großen Spielplatz geben. 147 Plätze stehen in der Einrichtung dann zur Verfügung.

Für die fleißigen Bauhelfer gab es am Ende Gummibärchen von Großröhrsdorfs Bürgermeister Stefan Schneider.
Für die fleißigen Bauhelfer gab es am Ende Gummibärchen von Großröhrsdorfs Bürgermeister Stefan Schneider. © René Plaul

Geht alles nach Plan, kann noch während des nächsten Winters der Innenausbau starten. Mit einer Fertigstellung der neuen Kita ist dann im Sommer nächsten Jahres zu rechnen.

Dann werden die Mädchen und Jungen mit ihren Erziehern und Betreuern in den Neubau umziehen. Und damit alles auch in geordneten Bahnen verläuft, schauen sie in den nächsten Wochen und Monaten sicher immer wieder mal an „ihrer“ Baustelle vorbei, beobachten, was die Arbeiter machen und werden dann zu Hause jede Menge zu erzählen haben. Und so wird auch die Vorfreude auf ihr neues Kita-Zuhause wachsen.

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