Kamenz
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Energiekrise: Kamenzer Gottesdienste künftig in kleiner Kirche

Um Energie zu sparen, zieht die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde in die kleine Friedhofskirche St. Just um - mit einigen Ausnahmen.

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Die Gottesdienste der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Kamenz finden ab Oktober in der Kirche St. Just statt - um Energie zu sparen.
Die Gottesdienste der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Kamenz finden ab Oktober in der Kirche St. Just statt - um Energie zu sparen. © Archivfoto: Matthias Schumann

Kamenz. Um Strom und Heizöl zu sparen, feiert die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Kamenz ihre Gottesdienste bis auf Weiteres und in Abhängigkeit von der Corona-Lage in der kleinen Friedhofskirche St. Just. Ausnahmen sind der Heilige Abend und größere Konzerte wie das festliche Adventskonzert mit Gunther Emmerlich, das am dritten Advent um 16 Uhr in der Hauptkirche St. Marien stattfinden wird.

Für Sonntag, den 9. Oktober, 17 Uhr, ist gleich ein besonderer Gottesdienst geplant. Eingeladen sind Grit Skriewe-Schellenberg, die als Militärseelsorgerin am Bundeswehr -Standort Frankenberg für die Soldatinnen und Soldaten da ist, und ein Hauptmann der Bundeswehr dieses Standorts.

Militär-Seelsorgerin und Bundeswehrhauptmann zu Gast

Im Fokus wird das Gespräch zwischen den Angehörigen der Bundeswehr und den Besuchern des Gottesdienstes stehen. So werden Fragen erörtert wie: Wie fühlt es sich an, angesichts des Krieges in der Ukraine als Soldat seinen Dienst zu tun? Inwiefern hat sich dieser Dienst mit Ausbruch des Krieges verändert? Welche Gedanken und Gefühle bewegen Soldatinnen und Soldaten, die im Ernstfall vom Standort Frankenberg aus in den Krieg müssten, um unser Land zu verteidigen?

"Es soll aber auch allgemein das Verhältnis zwischen Bundeswehr und Gesellschaft diskutiert werden anhand solcher Fragen wie: Was sagen Sie zu dem, wie Sie in der Gesellschaft wahrgenommen werden? Wofür bekommen Sie Anerkennung? Was würden Sie sich wünschen?", so Pfarrerin Claudia Wolf

Des Weiteren geht es auch um Fragen, in welchem Verhältnis eine christliche Haltung überhaupt mit dem Dienst als Soldat steht. "Denn als Christen wünschen wir uns doch vor allem, dass es keinen Krieg mehr gibt, dass Konflikte friedlich gelöst werden", so die Pfarrerin. Auch Gäste von außen sind herzlich willkommen an diesem Nachmittag. (SZ)