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Aus Bäckerei wird Bistro

Sandra Lehmann eröffnet in Königstein das "Happy End" - im ehemaligen Sachsenhof. Die gelernte Köchin erfüllt sich damit einen Traum. Der nächste soll 2021 folgen.

Hier gibt es nicht nur Kaffee und Kuchen: Sandra Lehmann eröffnet im Sachsenhof in Königstein ein Café und Bistro.
Hier gibt es nicht nur Kaffee und Kuchen: Sandra Lehmann eröffnet im Sachsenhof in Königstein ein Café und Bistro. © Steffen Unger

Hätte man Sandra Lehmann noch im Juli gesagt, dass sie diese Woche ein eigenes Café und Bistro in Königstein eröffnet - sie hätte es wohl nicht geglaubt. Denn keinen Monat ist es her, dass die 38-Jährige den lang gehegten Traum tatsächlich umsetzen konnte. Im Café im Sachsenhof an der Bielatalstraße eröffnet Sandra Lehmann an diesem Donnerstag, dem 17. September, das "Happy End". 

Eine Mischung aus Café und Bistro plant sie hier:  Kaffeespezialitäten, Kuchen, Eis und heiße Snacks für den kleinen Hunger. "Unsere Spezialität sind Flammkuchen", verrät Sandra Lehmann. Vier verschiedene Sorten werden auf der Karte stehen. Daneben Klassiker wie Bockwurst, Wiener und Ofenkartoffeln. 

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20 Jahre Erfahrung in der Gastroszene

Wie Flammkuchen schmecken müssen, weiß die gelernte Köchin. In den vergangenen 20 Jahren hat sie in unterschiedlichen bekannten Restaurants in der Sächsischen Schweiz gearbeitet, unter anderem im Refugium in Pirna, der Schrammsteinbaude und dem Amselgrundschlösschen in Rathen. Bereits ihre Eltern und Großeltern waren in der Gastronomie tätig. "Mein Werdegang war dadurch vorgegeben", sagt Sandra Lehmann mit einem Schmunzeln. 

Die gebürtige Königsteinerin kennt die Arbeit in großen und kleinen Küchen. In den letzten Jahren hätte sich die Situation in der Hotellerie und Gastronomie jedoch verändert - zum Negativen. "Überall fehlt gutes Personal. Menschen, die für ihren Job brennen", sagt sie. Viele Teams in Küche und Service müssten unterbesetzt arbeiten. Das sorge für enormen Stress. "Dadurch verschwindet immer mehr die Liebe zum Detail", äußert sie. Ein Zustand, den Sandra Lehmann so nicht länger hinnehmen wollte. Bereits seit drei Jahren spielt sie deshalb mit dem Gedanken, sich selbstständig zu machen. Bislang fehlte jedoch das passende Objekt. Immer wieder hat sie nach Räumlichkeiten gesucht, doch nichts gefunden. Bis sich in Königstein eine Chance bot.

"Mein ursprünglicher Plan war ein eigenes Restaurant", sagt Sandra Lehmann. In der Festungsstadt sollte es eröffnet werden. Und zwar gleich nebenan. In einem Gewölbekeller an der Bielatalstraße, der zuletzt für Privatfeiern vermietet wurde. "Ich wollte mich zum Saisonstart dieses Jahr mit dem Restaurant selbstständig machen", erzählt Sandra Lehmann. Diesen Traum musste die 38-Jährige jedoch kurzfristig auf Eis legen. "Denn es kam Corona dazwischen", erklärt sie. Das unternehmerische Risiko, das mit der Pandemie einhergeht, sei ihr zu groß gewesen. Das Restaurant war damit Geschichte. 

"Als sich diese eine Tür schloss, öffnete sich für mich jedoch eine andere", sagt sie. Denn der Vermieter bot ihr als Ersatz die leeren Räume im Café Sachsenhof an. Hier war bis zum Sommer die Feinbäckerei Sachse untergebracht. Ende Juli schloss der Laden. "Ich musste nicht lange überlegen, sondern habe die Räume spontan übernommen", sagt  Sandra Lehmann. Innerhalb von nur drei Wochen hätte sie zusammen mit Freunden und der Familie die Idee für das Café und Bistro "Happy End" entwickelt und umgesetzt. 

Geöffnet, wenn andere schließen

Am Donnerstag, dem 17. September, ist nun die große Eröffnung geplant. Um 12 Uhr geht es los. Bis zuletzt wird vor Ort gewerkelt, Deko angebracht und geputzt. Sechs Tage pro Woche wird das Bistro ab 11 Uhr geöffnet sein. Bis wann man hier essen kann? "Das werden wir in den nächsten zwei Wochen testen. Je nach Bedarf bis 18 Uhr oder auch länger", kündigt Sandra Lehmann an. Im Moment sei Königstein voll von Touristen. Und zwar nicht nur am Wochenende. Die Unternehmerin hofft, dass der aktuelle Besucherboom bis in den Herbst anhält - oder länger. 

Vorerst ist nur ein Ruhetag geplant. Jeweils mittwochs wird das Bistro und Café geschlossen haben. Den Wochentag hat Sandra Lehmann ganz bewusst gewählt. "In Königstein haben viele andere Gastronomiebetriebe montags Ruhetag", sagt sie. Dann beginne in der Stadt das große Suchen unter den Touristen. Das "Happy End" soll diese Lücke schließen. 

Parallel arbeitet Sandra Lehmann weiter an ihrem Traum vom eigenen Restaurant. Denn das Café und Bistro soll nur ein Anfang sein. "2021 starte ich den zweiten Versuch", kündigt sie an. Bis Ostern will sie in dem Gewölbe nebenan ein eigenes Gasthaus eröffnen. 

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