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Der Fleischer, die Fleischerin

Die neue Praxis des Duden wird als ideologisch kritisiert. In Wahrheit ist sie auf der Höhe der Sprachwissenschaft. Ein Gastbeitrag.

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Fleischer: „männliche Person, die Vieh schlachtet, zerlegt, zu Fleisch- und Wurstwaren weiterverarbeitet und diese verkauft“, so die Definition des Duden.
Fleischer: „männliche Person, die Vieh schlachtet, zerlegt, zu Fleisch- und Wurstwaren weiterverarbeitet und diese verkauft“, so die Definition des Duden. © plainpicture

Von Simon Meier-Vieracker

Die Aufregung war groß, als die Dudenredaktion Anfang des Jahres verkündete, in der Online-Ausgabe des Duden fortan bei Personen- und Berufsbezeichnungen jeweils die männliche und weibliche Form als eigene Einträge zu führen. Von Regulierungswut, von übertriebener Umständlichkeit, von Irreführung oder gar von „Gender-Unsinn“ war die Rede.

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