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Ostkunst? Westkunst? Weltkunst!

Ein neues multimediales Angebot des MDR erklärt und erzählt auf erfrischende Weise Kunstgeschichte aus der DDR und der BRD.

Von Birgit Grimm
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Walter Womacka malte in den 1960er-Jahren mehrere Versionen dieses Motivs "Am Strand". Auf der Website ostKUNSTwest steht es neben dem informellen Gemeälde "Sinus" von Ernst Wilhelm Nay aus dem Jahr 1966.
Walter Womacka malte in den 1960er-Jahren mehrere Versionen dieses Motivs "Am Strand". Auf der Website ostKUNSTwest steht es neben dem informellen Gemeälde "Sinus" von Ernst Wilhelm Nay aus dem Jahr 1966. © Udo Hesse

Aufregende Gegensätze, überraschende Zusammenhänge und inspirierende Sichtweisen verspricht das Intro einer neuen Produktion des MDR, die als Website für Computer und Smartphone an den Start ging: "ostKUNSTwest" ist der Titel der klug sortierten und so reich wie kontrastreich bebilderten Kunstgeschichtslehrstunde, die die Kunstentwicklung ab 1945 in beiden deutschen Ländern zunächst an einem Zeitstrahl auffädelt. Der scheint auf den ersten Blick mit zwanzig Wegmarken ein wenig dünn und willkürlich besetzt. Man könnte sich weitere Kunstereignisse vorstellen, die diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs eine Rolle spielten in der Kulturpolitik des Kalten Krieges und im kulturellen Austausch oder schließlich im Streit um die Kunsthoheit nach 1990. Doch wer den zweiten Blick nicht scheut, wird überrascht und belohnt mit Geschichte und Geschichten, Entdeckungen, Hintergründen.

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