merken
PLUS Pirna

Pirnas Skulpturensommer startet virtuell

In den rauen Bastionen der Festung Sonnenstein zeigen sich wieder filigrane Kunstwerke. Besucher müssen sich aber noch etwas gedulden.

Skulpturensommer in Pirna: Feine Kunst trifft auf wuchtiges Bauwerk.
Skulpturensommer in Pirna: Feine Kunst trifft auf wuchtiges Bauwerk. © Archiv: Daniel Förster

Üblicherweise im Mai eines jeden Jahres startet eine der außergewöhnlichsten Ausstellungen in Pirna: der Skulpturensommer. In den rauen und zerklüfteten einstigen Wehranlagen der Festung Sonnenstein zeigen sich filigrane Kunstwerke, liebevoll drapiert, die mit den wuchtigen Bastionen auf eine einzigartige Weise verschmelzen.

Wie schon 2020 beschäftigt sich die in diesem Jahr neu arrangierte Freiluftschau erneut mit der Dresdner Bildhauerschule, die 1832 von Professor Ernst Rietschel an der Kunstakademie Dresden begründet wurde.

LandMAXX - Baumärkte und Baustoffzentren
Mitten in Sachsen, ganz nah am Menschen
Mitten in Sachsen, ganz nah am Menschen

LandMAXX ist der freundliche, kreative und innovative Nahversorger für alle, die in Haus, Hof und Garten gern selbst anpacken.

Aufgebaut ist alles, gleichwohl müssen sich Besucher wegen der Corona-Pandemie noch etwas gedulden, ehe sie den Plastiken leibhaftig gegenüber stehen können.

Kuratorin führt virtuell durch die Schau

Doch einen ersten Vorgeschmack gibt es schon mal - in virtueller Form. Die Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna (KTP) veranstaltet am 22. Mai, 19 Uhr, eine Online-Vernissage. Bei der Übertragung auf der Internetseite wird es neben Grußworten von Pirnas Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke, KTP-Geschäftsführer Christian Schmidt-Doll und Bettina Kusche vom Sponsor Ostsächsische Sparkasse Dresden einen kleinen virtuellen Rundgang mit Kuratorin Christiane Stoebe geben.

Die Skulpturenausstellung in Pirna ist laut der KTP die erste ihrer Art, die bekannte Lehrerpersönlichkeiten in ihrem Wirken an der Dresdner Kunsthochschule zusammen in einer Schau vorstellt.

Neben Ernst Rietschel ist auch Karl Albiker vertreten, der in über 25 Jahren als Professor für Bildhauerei ein bedeutendes Werk hinterlassen hat. Er bildet nach der großen Zeit der Denkmalskunst im 19. Jahrhundert einen Neuanfang nach dem Ersten Weltkrieg.

Ihm folgten Eugen Hoffmann nach dem Zweiten Weltkrieg sowie Walter Arnold und Gerd Jaeger Anfang der 1950er-Jahre - unter den Bedingungen des geteilten Deutschlands.

Völlig neue Akzente entstehen

Eine besondere Zäsur markiert das Jahr der deutschen Wiedervereinigung. Während bis 1989 Berufungen für Bildhauer an die Kunstakademie ausschließlich aus der ehemaligen DDR erfolgten, wurden die Stellen an der Kunsthochschule nun bundesweit ausgeschrieben.

Die erste Berufung nach der Wende war die ebenfalls in der Ausstellung vertretene Ursula Sax. Zeitgenössische Vertreter, deren Werke den Skulpturensommer bereichern, sind unter anderem Detlef Reinemer und Martin Honert.

"Durch die veränderte Zusammenstellung der Skulpturen in diesem Jahr entstehen völlig neue inhaltliche Akzente", sagt Kuratorin Christiane Stoebe. Es habe großen Spaß gemacht, in der Vorbereitung diesen roten Faden neu zu spinnen, der den Besuch gerade auch für all jene spannend mache, die die Ausstellung schon 2020 gesehen haben. Sie freue sich nun sehr auf die Meinungen der Besucher.

Besucherrekord im vergangenen Jahr

Der Skulpturensommer im vergangenen Jahr stand ebenfalls im Zeichen der Dresdner Bildhauerschule. Obwohl die Schau wegen der Corona-Pandemie erst vier Wochen verspätet starten konnte, war sie so gut besucht wie noch nie.

Allein im Juli 2020 kamen 1.113 Gäste, es war damit der besucherstärkste Monat in der bisherigen Skulpturensommer-Geschichte, die 2013 begann.

Wann die diesjährige Ausstellung ganz regulär für Besucher öffnen kann, hänge laut der KTP von den geltenden Bestimmungen im Landkreis ab.

Die Bedingungen, es möglichst bald zu ermöglichen, sind zumindest gut: die Ausstellungsstätte ist gut durchlüftet und die Gäste können dort mit ausreichend Abstand zueinander verweilen.

Den genauen Öffnungstermin will die KTP baldmöglichst bekanntgeben. Bis dahin gibt es weitere Infos und virtuelle Eindrücke auf der Internetseite www.pirna.de/skulpturensommer.

Mehr Nachrichten aus Pirna lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen.

Mehr zum Thema Pirna