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Wie er die Welt sah: Manfred Krugs Tagebücher sind da

Knallharter Geschäftsmann, liebender Altvater und giftiger Kritiker – so ist der 2016 verstorbene Star in seinen Tagebüchern.

Von Karin Großmann
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Im Namen der Gerechtigkeit: Die Rolle als Anwalt in der ARD-Serie "Liebling Kreuzberg" machte Manfred Krug (hier mit Roswitha Schreiner) ab 1986 endgültig zur gesamtdeutschen Berühmtheit.
Im Namen der Gerechtigkeit: Die Rolle als Anwalt in der ARD-Serie "Liebling Kreuzberg" machte Manfred Krug (hier mit Roswitha Schreiner) ab 1986 endgültig zur gesamtdeutschen Berühmtheit. © SWR-Pressestelle/Fotoredaktion

Die Wohnungen liegen nebeneinander. In der einen lebt Manfred Krug mit Gattin Ottilie. Die andere nennt er seine Werkstatt. Dort empfängt er heimlich seine Geliebte Petra. Sie bringt die neugeborene Tochter mit. Er habe selten ein charmanteres Baby gesehen, schwärmt Krug, es sei das raffinierteste Kind aller Zeiten. "Ich hätte alle Kinder mit sechzig machen sollen." Als Ottilie ein Stück Butter von nebenan holen will, trifft sie auf Petra in Unterwäsche. Das Baby auf dem Boden bemerkt sie vor lauter Schreck gar nicht. Mit dieser Offenbarungsszene vom Januar 1996 beginnt die Tagebuchedition des Schauspielers und Sängers Manfred Krug.

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