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Sachsen schickt Neu-Lehrer aufs Land

In Löbau wird eine Lehrer-Ausbildungsstätte eröffnet. So sollen junge Pädagogen frühzeitig an die Region gebunden werden. 

Von Romy Altmann-Kuehr
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Symbolfoto ©  dpa

Das Kultusministerium hat sich entschieden: In Löbau wird die frühere Lehrerausbildungsstätte an der Hartmannstraße wiederbelebt. Dort werden künftig Referendare auf den Schuldienst vorbereitet. Das gab das Ministerium jetzt bekannt. Auch Ebersbach-Neugersdorf wollte die Schule für Lehrer gern haben. Die Stadt hatte die ehemalige Pestalozzi-Schule in Neugersdorf und ein weiteres Alternativobjekt dafür angeboten. Der Kultusminister hatte sich vor wenigen Wochen auch beide Gebäude angesehen, berichtete Bürgermeisterin Verena Hergenröder. Die Wahl fiel nun dennoch auf Löbau. Derzeit wird das Gebäude bereits für einen ähnlichen Zweck genutzt, im Haus werden Quereinsteiger für den Lehrerberuf geschult. Ab August soll nun die neue Lehrerausbildung hier starten. An der neuen Ausbildungsstätte sollen angehende Grundschullehrer lernen. An das Lehramtsstudium an einer Hochschule schließt sich ein anderthalbjähriger Vorbereitungsdienst an. Diese pädagogisch-praktische Ausbildung findet an den Lehrerausbildungsstätten des Sächsischen Landesamtes für Schule und Bildung statt, außerdem arbeiten die Referendare während dieser Zeit an Schulen. Um Lehrer für die ländlichen Gebiete zu gewinnen, will das Ministerium zwei solcher Ausbildungsstätten jetzt zusätzlich zu den bestehenden in Chemnitz, Leipzig und Dresden auf dem Land einrichten: eine in Ostsachsen, eine im Westen des Freistaats. Die angehenden Lehrer sollen vor Ort in der Nähe der Schulen, wo sie gebraucht werden, lernen. Sie sollen frühzeitig an die ländliche Region gebunden werden, ist das Ziel des Kultusministeriums. Das soll gegen den Lehrermangel auf dem Land helfen. 

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