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Leipziger Baby-Koala bald zu sehen

Das seltene Leipziger Beuteltier wächst. Der Zoo trifft Vorkehrungen, um den kleinen Koala bald den Besuchern präsentieren zu können.

Das Koala-Jungtier im Zoo Leipzig.
Das Koala-Jungtier im Zoo Leipzig. © Zoo Leipzig

Nicht mehr lange soll es dauern, dann wird der Leipziger-Koalababy für Besucher zu sehen sein. "Wenn es sich sicher auf dem Rücken der Mutter festhält, können wir den Schieber zum Schaugehege öffnen", sagt Zookurator Ariel Jacken. Das 6 Monate alte Jungtier hält sich derzeit noch weitgehend im Beutel seiner Mutter Mandie auf, wagt aber schon erste Ausflüge ins Freie.

Genau dafür hat der Zoo einige Vorsichtsmaßnahmen ergriffen. Zum Beispiel wurde Streu als weicherer Bodenbelag eingebracht oder spitze Astgabeln zusätzlich abgerundet, damit sich Mutter und Jungtier beim Springen von Ast zu Ast nicht verletzen können. 

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Aufwändige Zucht

Die Pfleger sind mit der Entwicklung des Nachwuchses sehr zufrieden. Es habe nicht nur an Größe zugelegt, sondern auch das Fell ist gewachsen. Auch das Verhalten des Muttertiers bewertet der Zoo positiv: "Mandie umsorgt ihr Junges fürsorglich und ist beim Herumklettern sehr vorsichtig", sagt Tierpfleger Philipp Hünemeyer.

Koala-Weibchen Mandie mit ihren noch namenlosen Jungtier.
Koala-Weibchen Mandie mit ihren noch namenlosen Jungtier. © Zoo Leipzig

Die Koala-Zucht ist alles andere als einfach: Lange Zeit war der Zoo Duisburg der einzige Zoo in Deutschland der Koalas hielt, noch heute wird von dort aus die Zucht in ganz Europa organisiert. In den letzten Jahren kamen vier weitere deutsche Zoos hinzu, unter anderem Dresden und Leipzig. Nur knapp 40 Tiere leben in europäischen Zoos.

Gefährdete Tierart

Aufwendig ist vor allem die Bereitstellung dutzender verschiedener Sorten Eukalyptus, der häufig per Flugzeug aus den USA importiert werden muss, da er hierzulande nicht in geeignetem Maße wächst.

In Dresden war die Zucht zuletzt gescheitert, das erst im vergangene Jahr eingezogene Weibchen Sydney war bereits nach wenigen Monaten trächtig, verlor das Jungtier aber nach nur wenig Monaten.

Koala-Weibchen Sydney im Dresdner Zoo.
Koala-Weibchen Sydney im Dresdner Zoo. © Sven Ellger

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Koalas gelten als gefährdete Tierart. Die Australian Koala Foundation schätzt, dass es mittlerweile nur noch weniger als 100.000 wildlebende Koalas gibt. Auch die verheerenden Waldbrände Anfang des Jahres haben viele Beuteltiere getötet. Auch wenn sie aufgrund ihres Aussehens häufig als "Koalabären" betitelt werden, sind Koalas keine Bären, sondern Beuteltiere. Damit sind sie auch mit Kängurus verwandt.

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