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Energiekrise: Leipzig knipst das Licht aus

Leipzig will auf die drohende Energiekrise reagieren. Deshalb bleibt die Beleuchtung an vielen Gebäuden, Plätzen und Brücken abends dunkel. In Dresden ist man noch nicht soweit.

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Blick auf das unbeleuchtete Völkerschlachtdenkmal: Vor dem Hintergrund der drohenden Energiekrise hat Leipzig die Beleuchtung von mehreren öffentlichen Gebäuden und Wahrzeichen abgeschaltet.
Blick auf das unbeleuchtete Völkerschlachtdenkmal: Vor dem Hintergrund der drohenden Energiekrise hat Leipzig die Beleuchtung von mehreren öffentlichen Gebäuden und Wahrzeichen abgeschaltet. © dpa/Sebastian Willnow

Leipzig/Dresden. Vor dem Hintergrund der drohenden Energiekrise hat Leipzig die Beleuchtung von mehreren öffentlichen Gebäuden und Wahrzeichen abgeschaltet. So werden nach Angaben der Stadt insgesamt 238 öffentliche Gebäude, Plätze, Brücken und Gewässer nicht mehr angestrahlt - darunter auch das Völkerschlachtdenkmal. Arbeiter hätten auch die 19 Strahler an der Oper ausgeschaltet, erklärte ein Sprecher. Die Regelung gilt seit Mittwoch.

Auch das Einkaufszentrum "Höfe am Brühl", das Neue Rathaus, Gewandhaus sowie die Thomaskirche werden demnach nicht mehr angestrahlt. Dazu komme die abgeschaltete Beleuchtung an vielen Bäumen in Leipzig. Die seit Mittwoch laufenden Arbeiten gehören zu einem Maßnahmenplan der Stadt, der die Energieversorgung sichern soll.

"Das Ziel unserer gemeinsamen Anstrengungen muss es sein, 15 Prozent an Energie einzusparen", hatte Bürgermeister Burkhard Jung (SPD) vor kurzem angekündigt. "Ich beziehe dies nicht alleine auf Gas, sondern auf alle fossilen Energieträger und auch den Strom."

Dresden richtet "Task Force" ein

In Dresden soll eine entsprechende "Task Force" eingerichtet werden, wie eine Sprecherin mitteilte. "Ziel ist es, Vorbereitungen für eventuell leere Gasspeicher zu treffen und durch umgehende und konsequente Energiesparmaßnahmen dazu beizutragen, dieses Szenario zu vermeiden". Die Stadt will dabei auch kommunale Gebäude in den Blick nehmen. Bis Ende August soll die Arbeitsgruppe Maßnahmen erarbeiten, über die dann eine Entscheidung gefällt wird.

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Die sächsischen Staatsministerien kündigten laut Angaben der Staatskanzlei an, die Anstrahlung repräsentativer Gebäude reduzieren zu wollen. Demnach ist auch geplant, sukzessive auf LED-Beleuchtung umzustellen und die Temperatur in Büros zu senken. Über die Maßnahmen soll in der kommenden Woche final abgestimmt werden. Details standen zunächst nicht fest.

Auch in Berlin sollen vor dem Hintergrund der drohenden Energiekrise mehrere öffentliche Gebäude und Wahrzeichen vorerst nicht mehr angestrahlt werden. Dazu gehören etwa die Siegessäule, der Berliner Dom, die Gedächtniskirche, das Rote Rathaus und das Schloss Charlottenburg. Das Abschalten der Beleuchtung soll nicht überall sofort, sondern nach und nach erfolgen. Drei bis vier Wochen sind dafür geplant. (dpa)