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Bekennerschreiben nach brennenden Fahrzeugen von Sachsenforst

In Leipzig haben vergangene Woche vier Fahrzeuge vom Staatsbetrieb Sachsenforst gebrannt. Nun wurde ein Bekennerschreiben der linksautonomen Szene veröffentlicht.

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Vier Autos des Staatsabetriebs Sachsenforst sind vergangene Woche abgebrannt.
Vier Autos des Staatsabetriebs Sachsenforst sind vergangene Woche abgebrannt. © Sebastian Willnow/dpa

Leipzig. Nach dem Brand mehrerer Fahrzeuge des Staatsbetriebs Sachsenforst haben sich Anhänger der Linksautonomen Szene zu der Tat bekannt. Der Staatsanwaltschaft liege ein Bekennerschreiben vor, erklärte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Dienstag. Zuerst hatte der Mitteldeutsche Rundfunk berichtet. Die Ermittlungen dauerten weiter an, hieß es.

Weitere Angaben könne die Staatsanwaltschaft derzeit zu dem Fall nicht machen, erklärte Schulz. In der vergangenen Woche hatten vier Fahrzeuge des Betriebs gebrannt. Die Polizei vermutete Brandstiftung und schloss einen Zusammenhang zur Räumung des Heidebogen-Protestcamps bei Dresden nicht aus. Die Fahrzeuge waren auf einem Betriebsgelände im Stadtteil Connewitz abgestellt. Der Sachschaden betrug laut Polizei mindestens 100.000 Euro.

Sachsenforst rodet derzeit im Heidebogen ("Heibo") ein Waldstück bei Ottendorf-Okrilla. Naturschützer hatten das Gebiet seit eineinhalb Jahren besetzt und dort Baumhäuser errichtet. Die Räumung des Camps läuft seit Mittwoch. Das Unternehmen KBO in Ottendorf-Okrilla will in der Region weiter Kies abbauen und besitzt dafür die Genehmigung. (dpa)