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Leipziger Gorilla-Baby heißt Jengo

Zweieinhalb Monate hat es gedauert, um herauszufinden, ob der kleine Gorilla im Leipziger Zoo ein Junge oder ein Mädchen ist. Nun kann der Nachwuchs auch einen Namen bekommen.

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Leipzig. Der im Dezember im Leipziger Zoo geborene kleine Affe ist ein Junge. „Wir haben ihm den afrikanischen Namen Yengo gegeben, das bedeutet „stark““, sagte der Bereichsleiter in der Menschenaffenanlage Pongoland, Frank Schellhardt, der Nachrichtenagentur dpa. Der Sohn von Kibara sei jetzt zweieinhalb Monate alt und etwa drei Kilo schwer. Nach der Geburt hatten die Pfleger zunächst nicht klären können, ob der Nachwuchs Junge oder Mädchen ist. „In dem Alter sind die Kinder immer noch eng bei der Mutter. Sie trägt sie meistens und setzt sie nur selten für ein paar Schritte ab“, sagte Schellhardt.

Das Tier fühlt sich offenbar wohl im Zoo und den in den Armen seiner Mutter Kibara.
Das Tier fühlt sich offenbar wohl im Zoo und den in den Armen seiner Mutter Kibara. © dpa
Mittlerweile wiegt das Baby rund drei Kilogramm. Die Mutter kann es noch tragen.
Mittlerweile wiegt das Baby rund drei Kilogramm. Die Mutter kann es noch tragen. © dpa
Seinen Namen bekam Yengo, nachdem bei einem Aufruf etwa 500 Vorschläge eingegangen waren.
Seinen Namen bekam Yengo, nachdem bei einem Aufruf etwa 500 Vorschläge eingegangen waren. © dpa

Wenn Kibara mal etwas Ruhe haben wolle, übernehme - wie bei den Menschen - Oma Viringika die Fürsorge. Deshalb sei es für die Tierpfleger auch so schwierig gewesen, das Geschlecht des kleinen Gorillas zu bestimmen.

Daher hatte der Zoo vom 5. bis zum 17. Dezember dazu aufgerufen, vorsorglich einen Mädchen- und einen Jungennamen vorzuschlagen. Etwa 500 Vorschläge gingen ein, aus denen die Jury jetzt Jengo auswählte. Für den Leipziger Zoo ist der Sohn von Kibara und Silberrücken Abeeku der erste Zuchterfolg bei dieser bedrohten Art. Und weiterer Nachwuchs ist bereits in Sicht: Gorilla-Weibchen Kumili ist schwanger. Ihr Baby wird voraussichtlich Mitte März geboren.

Das Pongoland, in dem die Affen leben, gibt es seit 2001. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt mit der Max-Planck-Gesellschaft. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Evolutionäre Anthropologie Leipzig erforschen dort das Verhalten der Menschenaffen. (dpa)