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Löbau

Angebote für Zugreisende wie aus dem Märchenbuch

Im September 1976 trat bei der Deutschen Reichsbahn der Winterfahrplan in Kraft – mit Top-Angeboten für die Südlausitz.

Ein abgestellter; ehemaliger Personenwagen vom Typ Halberstadt der Deutschen Reichsbahn.
Ein abgestellter; ehemaliger Personenwagen vom Typ Halberstadt der Deutschen Reichsbahn. © Rolf Ullmann (Archiv)

Alte Bahn-Fahrpläne lesen sich heute fast wie ein Märchenbuch. Auch der Winterfahrplan der Deutschen Reichsbahn, der am 26. September 1976 in Kraft trat. Klingt es nicht wie im Märchen, dass man beispielsweise mit dem Schnellzug von Görlitz nach Plauen fahren konnte, ohne umzusteigen? Oder dass man von Zittau nach Berlin über Wilthen und Bautzen reisen konnte? Oder dass von Dresden-Hauptbahnhof (Abfahrt 23.46 Uhr) nach Zittau ein Nachtzug verkehrte, der auch in Neusalza-Spremberg, Ebersbach, Neugersdorf und Eibau hielt? Oder dass Löbau, damals noch Kreisstadt, durch Nahverkehrszüge bestens mit dem Oberland, also Ebersbach und Neugersdorf, verbunden war?

All diese 45 Jahre alten Bahnangebote klingen nicht nur wie ein Märchen, die meisten werden dieses wohl für immer bleiben. Vorbei die Zeit, als man mit dem Schnelltriebwagen der Bauart „Görlitz“ von Bautzen über Hoyerswerda nach Berlin reisen konnte. Wegen längst abgebauter Schienenstränge ist das ein Ding der Unmöglichkeit geworden. Und ein Schienenpersonennahverkehr zwischen Löbau und Ebersbach-Neugersdorf dürfte zumindest die nächsten Jahre Utopie bleiben, auch wenn der Streckenabschnitt nach neuesten Erkenntnissen zu den „Wiederbelebungskandidaten“ der Deutschen Bahn gehört.

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Übrigens: Als die Deutsche Reichsbahn ihren Winterfahrplan 1976/77 der Öffentlichkeit vorstellte, da entschuldigte sie sich fast. Dafür, dass der eine oder andere Sommersaisonzug nicht mehr fuhr. Dafür, dass ein paar Strecken mangels Winternachfrage sonntags vorübergehend nicht bedient wurden. Heute würde man über solche Einschränkungen wohl großzügig hinwegsehen. Im Gegenteil: Man wäre der Bahn von Herzen dankbar, wenn es solche Fahrplanangebote immer noch (oder wieder) geben würde.

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