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Luftiger Adrenalin-Kitzel am Berzdorfer See

An der Blauen Lagune eröffnen im Frühjahr ein extravaganter Hochseilgarten und ein Adventure-Golf-Platz. Ein erster Besuch vor Ort.

Holm Rönitz (links), der den Hochseilgarten und Golfplatz künftig betreuen wird, lässt sich von Thomas Murböck von der Firma KristallTurm die Dimensionen des Projekts zeigen.
Holm Rönitz (links), der den Hochseilgarten und Golfplatz künftig betreuen wird, lässt sich von Thomas Murböck von der Firma KristallTurm die Dimensionen des Projekts zeigen. © Archivbild: Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Auf der Baustelle an der Blauen Lagune schallen bayerische Klänge durch die Luft - oberbayerische genauer gesagt. Zumindest, wenn Thomas Murböck seinen Kollegen ganz oben in luftigen 20 Metern Höhe etwas zuruft. Murböck gehört zur Firma KristallTurm, die weltweit für ihre etwas anderen Hochseilgärten berühmt ist. Die Kletterparadiese der Firma stehen nicht nur in Berlin und München, sondern auch in Moskau, verschiedenen Städten der USA, Kanadas, Japans, in Shanghai, in mehreren europäischen Ländern von der Schweiz bis nach Großbritannien und sogar in Nigeria. Und so ein besonderer Kletterspaß entsteht nun auch am Berzdorfer See, an der Blauen Lagune unweit des Piratencamps.

Dass sich der Berzdorfer See bald mit internationalen Maßstäben messen kann, darauf ist Holm Rönitz, Bereichsleiter Freizeit und Sport bei der Ferienpark Berzdorfer See GmbH & Co. KG, schon ein bisschen stolz. In der Tat fallen die Systeme der Lenggrieser Firma aus dem Rahmen: Anzahl und Anordnung der Masten mit ihren sechseckigen Plattformen, werden für jeden Kunden individuell zusammengestellt. An der Blauen Lagune wird es diese Plattformen in drei verschiedenen Ebenen angeordnet geben. Das Gesamtkonstrukt gleicht in der Form eines Schiffs. "Je höher man beim Klettern kommt, desto anspruchsvoller wird es", erklärt Holm Rönitz das Prinzip. Insgesamt sind bei der Anlage über 80 Kletterstationen geplant, wobei man nicht alle "bewältigen" muss. Ein Ausstieg über eine Treppe, die außen um das Gebilde verläuft, ist jederzeit möglich.

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Sicherheit wird für die Kletterer auch hier groß geschrieben: "Sie sind immer über Gurte und Seile gesichert und werden vor dem Start auch eingewiesen, wie alles funktioniert", betont Rönitz. Ob man als Kind den großen Parcours schon klettern darf, hängt nicht vom Alter ab, sondern im Wesentlichen von Größe und Statur - das entscheiden gegebenenfalls die Mitarbeiter vor Ort. Für kleinere Kinder gibt es deshalb einen Extra-Bereich, wo sie mit Sicherung und an der Hand der Eltern in etwa 1,20 Meter Höhe Spaß haben können.

Extras mit Kreisch-Faktor

Abgesehen von den einzelnen Elementen auf der Strecke, die nach dem Motto Piratenschiff gestaltet sind und neben Muscheln, Ankern, einem Schiff, Rum-Fässern oder auch Captain Cooks Haken-Hand und seinem Holzbein einbeziehen, gibt es noch einige Extra-Attraktionen. "Und die haben Kreisch-Faktor", wie es Holm Rönitz schmunzelnd bezeichnet: Mit dabei ist eine Riesenschaukel, die in 15 Metern Höhe an einem Ausleger der Masten verankert ist und im 50-Grad-Winkel nach hinten gezogen wird. "Wenn Sie dann auf den Knopf drücken, fliegen Sie auf den See zu", schildert Rönitz. Adrenalin pur gibt es auch beim Freien Fall, wo die Mutigen wie beim Bungee-Jumping abspringen und vor dem Boden über ihr Gurtsystem gebremst werden. Mut erfordert auch der "Flying Fox" - der Fliegende Fuchs. Das System gleicht dem der Geräte auf Kinderspielplätzen, wo die Kleinen auf einem Sitzteller von einem Mast zum anderen schwingen. Am Berzdorfer See ist alles eine Nummer größer: Hier fliegt man in luftiger Höhe erst 100 Meter zu einem Extramasten und danach über eine andere Strecke wieder zum Parcours zurück.

Der Hochseilgarten an der Blauen Lagune erhält als Höhepunkt eine Aussichtsplattform.
Der Hochseilgarten an der Blauen Lagune erhält als Höhepunkt eine Aussichtsplattform. © Archiv: Rafael Sampedro/foto-sampedro.de
Neben den Hochseil-Türmen entsteht "Adventure Golf" mit 18-Loch, wie auf dem Lageplan zu sehen ist.
Neben den Hochseil-Türmen entsteht "Adventure Golf" mit 18-Loch, wie auf dem Lageplan zu sehen ist. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Nicht ganz so viel Wagemut braucht's für die höchste Attraktion: die große Aussichtsplattform, die den Hochseilgarten auf 20 Metern bekrönt. Sie ist per Treppe erreichbar. "Sie können da oben Events veranstalten, einen Yoga-Kurs machen oder einfach die Aussicht genießen", skizziert Rönitz die Möglichkeiten. Sie wird mit Flutlicht, Beschallungsanlage und Sonnensegel versehen. "Hier können Sie auch eine Firmen- oder Familienfeier stattfinden lassen", fügt er hinzu. Der 54-jährige Görlitzer startet auch beruflich in ein neues Leben. Zuletzt bei einem Bildungsträger beschäftigt, schlägt sein Herz seit Langem für den Sport und vor allem fürs Segeln, wofür er zwei Trainerlizenzen erworben hat. So unterrichtet er beispielsweise beim SV Schönau die Kinder-Segel-Gruppe. Nun wird er aber nicht nur mit dem Hochseilgarten zu tun haben, sondern auch mit einem weiteren "Spielfeld" - einem Golfplatz.

Golfplatz mit Oberlausitz-Flair

"Es handelt sich um Adventure Golf", klassifiziert er die Attraktion, die gleich neben den Hochseil-Türmen entstehen soll. Hierfür nutzt man normale Golfschläger, legt allerdings nicht so weite Strecken zurück. "Geplant ist eine 18-Loch-Anlage, die einer Rundreise durch die Oberlausitz und das Dreiländereck gleicht", erklärt Rönitz. Auf einem reichlich 3.000 Quadratmeter großen Terrain besuchen die Golfer die verschneite Schneekoppe, den Jeschken, Umgebindehäuser, den Berzdorfer See, Rübezahl oder auch den Meridianstein. Zwischendrin gibt es immer wieder Ruhezonen, sodass auch Nicht-Golfer dem Treiben zuschauen können.

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Öffnen sollen Hochseilgarten und Adventure Golf im kommenden Frühjahr. Die Wirtschaftsgebäude - zum einen für Gästeempfang, Gastronomie, zum anderen Extraräume, nutzbar für Firmenevents oder Schulausflüge, wachsen nach und nach. Saison wird übrigens jährlich zwischen April und Oktober sein - je nach Wetterlage.

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