merken
PLUS Löbau

Löbauer und Görlitzer helfen im Katastrophengebiet

Eine Woche sind die Ehrenamtlichen im Hochwassergebiet im Westen Deutschlands. Den ersten Einsatz gab es in Ahrweiler.

Anwohner laufen in der Innenstadt von Ahrweiler durch Unrat und aufgetürmte Einrichtungsgegenstände aus den zerstörten Häusern und Wohnungen. Dort helfen jetzt die Sachsen.
Anwohner laufen in der Innenstadt von Ahrweiler durch Unrat und aufgetürmte Einrichtungsgegenstände aus den zerstörten Häusern und Wohnungen. Dort helfen jetzt die Sachsen. © dpa

Sonntag, 3.30 Uhr sind die Helfer losgefahren: Drei Einsatzzüge starteten ins Unwetter-Katastrophengebiet im Westen Deutschlands. "Der Freistaat Sachsen entsendet 14 Fahrzeuge in das Katastrophengebiet", sagte Markus Wendler, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes Löbau gGmbH. "Mit dabei sind auch zwei Kameraden aus dem Einsatzzug 1 Löbau und ein Kamerad aus dem Einsatzzug 2 Görlitz."

Vom Bereitstellungsraum Nürburgring bei Koblenz werden sie in die Schadensgebiete delegiert. „Den ersten Einsatz nach Ahrweiler sind unsere Leute bereits gefahren“, berichtet der DRK-Mitarbeiter. „Medizinische Sicherstellung“ hieß es für die Helfer. Das bedeute, dass akut Erkrankte oder Verletzte transportiert werden.

Anzeige
Mal richtig Offroad cruisen
Mal richtig Offroad cruisen

Der 6. SZ OFFROAD TAG steigt am 25. September und wie immer sind Autohäuser und Helfer dabei. Wer das sein wird erfahren Sie hier!

Die DRK-Helfer machen das ehrenamtlich. Von ihren Arbeitsstellen sind sie dafür freigestellt worden. Der Einsatz soll eine Woche dauern. Angesichts der Katastrophe weist Markus Wendler darauf hin, wie dringend notwendig das Ehrenamt in den Bereichen Feuerwehr, THW, DRK und Katastrophenschutz ist. „Wir freuen uns über jeden, der mitmacht“, sagt er.

Der Katastrophenschutz umfasst viele Bereiche. Dazu zählen neben dem Einsatzzug Löbau auch die Wasserwacht und die Hundestaffel sowie beim DRK Zittau die Bergwacht. Auch in den Bereichen Verpflegung und Betreuung, beim Kreisauskunftsbüro und weiteren Einsatzmöglichkeiten werden immer Leute gesucht. In Löbau sind beim Katastrophenschutz 60 Menschen engagiert – in ihrer Freizeit.

Derzeit bekommt das Rote Kreuz auch immer wieder Anfragen zu Sachspenden für die Einwohner in den betroffenen Gebieten. „Die müssen wir leider ablehnen“, sagt Markus Wendler. Die Lager seien übervoll und die vor Ort vorhandenen Zufahrten würden mit solchen Lieferungen ins Katastrophengebiet verstopft. „Hilfreicher sind Geldspenden“, so der Rettungsdienst-Geschäftsführer.

Mehr zum Thema Löbau