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Löbaus neues Gewerbegebiet wird kleiner

Eine Behörde macht der Stadt einen Strich durch die Rechnung. Genug Platz für neue Firmen bleibt trotzdem an der B178. Hier soll sich vor allem Industrie ansiedeln.

Löbaus Gewerbegebiet West soll erweitert werden.
Löbaus Gewerbegebiet West soll erweitert werden. © Thomas Eichler (Archiv)

Die Stadt muss die Erweiterung des Gewerbegebiet an der B 178 in Löbau West kleiner halten, als geplant. Das hat die erste Prüfung des Bebauungsplan-Entwurfes ergeben. 2017 hatten die Planungen für die neuen Gewerbeflächen begonnen, die Stadt hatte Flächen dafür angekauft, schilderte Oberbürgermeister Dietmar Buchholz (parteilos) jetzt im Stadtrat. Inzwischen ist das Verfahren so weit vorangeschritten, dass die sogenannten "Träger öffentlicher Belange" und Behörden ihre Stellungnahmen zu dem Vorhaben abgeben konnten. Auch Einwohner hatten die Möglichkeit sich zu äußern. Davon hat aber niemand Gebraucht gemacht. 

Die Landesdirektion bemängelt allerdings: die geplante Größe des Gewerbegebietes sei überdimensioniert für Löbau. Ein Argument der Behörde: Die Einwohnerzahl schrumpft. Die Menschen werden weniger und es werden mehr Ältere in Löbau leben, die nicht mehr berufstätig sind. Das sei einer der Gründe, weshalb Löbau nicht solche großen Flächen für Gewerbe brauche. 

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Neue Firmen sollen für Zuzug sorgen

Dieser Argumentation können Manche im Stadtrat zwar nicht folgen. Es sei ja auch Ziel, Firmen mit Arbeitsplätzen hier anzusiedeln, damit die Stadt eben auch für Zuzügler interessant ist. Denn vorgesehen ist das Areal vorrangig für produzierendes Gewerbe. Dennoch wird das Gebiet nun um rund acht Hektar reduziert. Die Stadt wolle sich aber Erweiterungsmöglichkeiten offenhalten, so Oberbürgermeister Buchholz. 

Ein weiteres Thema im Zusammenhang mit dem neuen Gewerbegebiet: Die Stadt muss einen Ausgleich schaffen für die Flächen, die mit dem Bau des Gewerbeparks versiegelt werden. Sie muss also anderswo für neues Grün sorgen, so verlangt es der Naturschutz. Als Ausgleich werden unter anderem die Abrissflächen in Löbau Ost anerkannt, berichtet OB Buchholz. Hier sind mehrere Wohnblöcke abgerissen worden. Das Landratsamt wolle zudem im Bereich der ehemaligen Offiziershochschule  abreißen. Auch das könne mit angerechnet werden. Ebenso wie der Abriss eines alten Schweinestalls im Ortsteil Lautitz. Auch ein großer Bereich oberhalb von Obi und der Brauerei würden als Ausgleichsfläche begrünt. "Wir wollen da aber nicht irgendwelche Sträucher pflanzen, sondern alte Apfelsorten", erklärt Buchholz. Auch Bienenwagen sollen aufgestellt werden. "Ökologischer geht's kaum." 

Der neue Entwurf wird nun wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Einwohner können ihn im Rathaus einsehen oder auf dem Beteiligungsportal des Freistaats. Dort können Stellungnahmen dazu abgegeben werden. Vom 16. November bis zum 22. Dezember besteht die Möglichkeit dazu. 

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