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Ostritz-Nazi schwänzt erneut Prozess

Der Mann hat bei einer verbotenen Kampfsport-Veranstaltung Polizisten bedroht. Jetzt greift das Gericht durch.

Das "Hotel Neißeblick" in Ostritz wird immer wieder zum Treffpunkt der Nazi-Szene.
Das "Hotel Neißeblick" in Ostritz wird immer wieder zum Treffpunkt der Nazi-Szene. © Matthias Weber Archiv

Ein Teilnehmer der verbotenen Nazi-Kampfsportveranstaltung "Ring der Nibelungen" in Ostritz weigert sich beharrlich, zu einem gegen ihn angesetzten Strafprozess vor dem Amtsgericht Zittau zu erscheinen. Nun hat das Gericht einen Haftbefehl angeordnet.

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Die Stadt Ostritz hatte die Veranstaltung im Oktober 2019 verboten. Im Zuge dessen beschlagnahmte die Polizei in der Nacht vom 12. zum 13. Oktober 2019 die Musikanlage. Im Rahmen dieser Beschlagnahme soll der 47-jährige Sebnitzer laut Anklage gegenüber zwei Polizeibeamten der Bereitschaftspolizei gesagt haben: "Leg die scheiß Kamera weg oder ich zerlatsch sie Dir!" und "Du fällst heute!", wobei er drohend eine Holzlatte getragen haben soll. Die Staatsanwaltschaft erhob deswegen eine Anklage wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Der Prozess war erstmals für den 20. April anberaumt. Dieses für Nazis historisch wichtige Datum schien dem Angeklagten möglicherweise kein angemessener Tag, vor Gericht zu erscheinen. Zum zweiten Termin jetzt am 15. Juni hatte das Gericht daher angeordnet, den Mann vorführen zu lassen. Doch diese Vorführung scheiterte, weswegen das Gericht nun auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den Mann erließ.

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