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Drogenküche: Polizei stürmt Haus in Seifhennersdorf

Ein Spezial-Einsatzkommando hat ein Haus in Seifhennersdorf gestürmt, zu dramatischen Mitteln gegriffen - und eine Drogenküche gefunden.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte dieses Haus in Seifhennersdorf.
Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte dieses Haus in Seifhennersdorf. © xcitepress

Seifhennersdorf. Um sechs Uhr war am Freitagmorgen die Nacht für zwei Bewohner eines Einfamilienhauses in der Rumburger Straße in Seifhennersdorf vorbei. Ein Spezial-Einsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamtes stürmte schwer bewaffnet das Anwesen - das dramatische Ende eines verborgenen Drogenhandels.

Das Rauschgiftdezernat der Polizeidirektion war den beiden Bewohnern schon länger auf der Spur: Crystal. Wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz hatten die Ermittler einen Durchsuchungsbeschluss erwirkt - und den vollstreckten sie nun überraschend und unangemeldet. Weil zusätzlich auch der Verdacht eines Verstoßes gegen das Waffengesetz bestand, war der Einsatz des SEK notwendig, wie Pressesprecher Kai Siebenäuger von der Polizeidirektion informiert.

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Polizist schießt die Tür auf

Die gewaltsame Öffnung der Haustür gelang offenbar nicht so reibungslos wie vorgesehen - deshalb griff ein Beamter zur Waffe. "Es wurde von der Schusswaffe Gebrauch gemacht - gegen Sachen", bestätigt der Polizeisprecher auf SZ-Anfrage und: "Es ist ein Schuss gefallen." Dies sei nötig gewesen, um die Tür zu öffnen. Zwar habe für die Beamten keine konkrete bedrohliche Situation bestanden, aber: "Die Beamten müssen schnell handeln und Sicherheit herstellen", sagt Siebenäuger. Er konnte keine Angaben dazu machen, ob der Schuss aus einem Schnellfeuergewehr fiel oder aus der Dienstpistole des Beamten.

Im Haus trafen die Polizisten die beiden Tatverdächtigen an und nahmen sie vorläufig fest. Bei ihnen handelt es sich um einen 52-Jährigen und eine 65-Jährige mit tschechischer Staatsbürgerschaft. Die Einsatzkräfte stellten etwa zehn Gramm Crystal sicher und eine Drogenküche - "verschiedene Grundstoffe und Utensilien zur Herstellung des Rauschgifts", wie die Polizei mitteilt.

Auch der Verdacht des unerlaubten Waffenbesitzes bewahrheitete sich. Die Beamten fanden eine scharfe Waffe nebst Munition. Kriminaltechniker sicherten Spuren. Die Ermittler beendeten ihre Durchsuchungsmaßnahmen am Mittag.

Die beiden Tatverdächtigen befinden sich im Gewahrsam des Polizeireviers Zittau. Ein Haftrichter wird nun darüber entscheiden, ob Untersuchungshaft gegen die beiden angeordnet wird. Diese Entscheidung war am Freitagnachmittag noch offen.

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