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Familie

"Mama, die Wohnung kippt um!"

Homeoffice und Kinderbetreuung: Eine schier unmögliche Herausforderung? Ratschläge gibt es viele. Wir zeigen, wie wir mit dem täglichen Wahnsinn umgehen.

Chaos gehört in Zeiten wie diesen dazu.
Chaos gehört in Zeiten wie diesen dazu. © Corinna Müller

Corona hat unseren Alltag zurzeit fest im Griff. Die hart erarbeitete Routine hat sich vorübergehend verabschiedet und ist einem täglichen Abenteuer gewichen. So auch bei uns: Der Mini-Mann schleicht sich mit Kuscheltier-Wichtel im Schlepptau an der konzentriert auf das Notebook starrenden Mama vorbei ins Wohnzimmer – merkwürdige Stille – Wummms – "Mama, die Wohnung kippt um!"

Es hat ein paar Sekunden gebraucht, bis ich verstanden habe, was passiert war: Der Mini-Mann fand es witzig, sich wie wild im Kreis zu wirbeln, mit dem Wichtel in der Hand das eine oder andere vom Regal zu fegen, um im Anschluss umzupurzeln und zu meinen, die Wohnung würde umkippen. Das Chaos war groß, aber die Wohnung stand bald wieder still. Der Mini-Mann lächelt.

Rauf auf den Sattel

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Mein Name ist Corinna und ich bin die Mama vom Mini-Mann. Noch nicht ganz drei Jahre alt, braucht er viel Bewegung und muss gefordert werden (wie alle Kinder in dem Alter). Denn sonst sind Langeweile (beim Kind) und überstrapazierte Nerven (bei den Eltern) nah.

Um Homeoffice und Kinderbetreuung zu meistern, braucht es vor allem viel Optimismus und Kreativität – sind die Möglichkeiten der Freizeitbeschäftigung momentan doch sehr eingeschränkt.

Daher habe ich in Vorbereitung auf diese abenteuerliche Zeit verschiedene Bastelläden aufgesucht und die unterschiedlichsten Produkte gekauft. Ob all diese Einkäufe Verwendung gefunden haben? Wir werden sehen. Aber keine Sorge: Bisher gehörten die meisten Utensilien zum Hausstand, haben Mama und Papa also auch ohne riesigen Einkauf im Bastelladen zu Hause. Und wenn mal doch nicht: Im Supermarkt kann man viele tolle Sachen zum Basteln kaufen. Oder im Notfall auch über den Online-Handel.

Teil 1: Milchtüten-Upcycling

Das Internet ist voll davon: Ideen und Inspiration. Beim Durchsehen der neuesten Beiträge sowohl auf Facebook als auch Instagram sehe ich häufig Dinge, die ich unbedingt ausprobieren will. Screenshot gemacht und abgespeichert – für später. Der Wille ist da, die Zeit oft leider nicht.

Eine dieser tollen Ideen, die ich ausprobieren wollte, ist die Verwertung alter Milchtüten. Oberen Teil der Milchtüte abschneiden, äußere Schicht der Verpackung entfernen und schön dekorieren – fertig ist der Blumentopf, der Stiftehalter, die Geschenkverpackung etc. Ich dachte fürs erste an ein kleines Aussaatbehältnis. Für den Mini-Mann wäre das sicher etwas Tolles.

Hier eine kleine Anleitung:

  • Den oberen Teil der Milchtüte abschneiden.
  • Milchtüte auswaschen und von ihrem bedruckten Mantel befreien.
  • Nun die Milchtüte kneten und knautschen, damit das Material weich wird. Anschließend den oberen Rand zweimal umschlagen. Hierbei ist Vorsicht geboten, da das Material schnell einreißt.
  • Wer mag, kann die Milchtüte nun verzieren oder anmalen. Der Mini-Mann wollte gern die Wasserfarben ausprobieren. Daher sind unsere Milchtüten recht bunt geworden. Es sind im Anschluss aber auch noch „farblose“ Milchtüten entstanden.
  • Zu guter Letzt: Bepflanzen.

Unter dem Hashtag #milchtütenupcycling lässt sich auf Instagram Inspiration finden.