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Mann bei Explosion schwer verletzt

In Neukirch ist ein Einfamilienhaus explodiert. Der 29-jährige Bewohner konnte aus dem Keller gerettet werden. Möglicherweise muss das schwer beschädigte Haus abgerissen werden.

© Rocci Klein

Neukirch. Ein lauter Knall ließ Bewohner des Neukircher Niederdorfes am Donnerstag kurz nach 14 Uhr aufschrecken. Eine Nachbarin wählte den Notruf. Als Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei wenig später am Baumschulenweg eintreffen, bietet sich den Helfern ein Bild des Grauens. Eine Außenwand eines Einfamilienhauses ist komplett eingestürzt. Vor dem Gebäude liegen Trümmer. Weitere Wände haben lange und tiefe Risse. Das Dach ist stark beschädigt.

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Der 30-Jährige ehemalige Bewohner soll ein Luft-Gas- Gemisch entzündet haben. Die Schadenssumme ist hoch.

Die Polizei bestätigt am Nachmittag, dass der 29 Jahre alte Bewohner des Hauses bei einer Explosion schwer verletzt wurde. „Die Feuerwehrleute retteten ihn aus dem Keller. Die Druckwelle hatte eine Außenwand komplett weggerissen. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in ein Fachkrankenhaus“, sagte Polizeisprecherin Madeleine Urban. Der 29-jährige Mann ist laut Polizei der einzige Bewohner des Einfamilienhauses.

Polizeibeamte sperrten den Bereich um das Haus weiträumig ab. Die nahe gelegene Bundesstraße 98, Neukirchs Hauptmagistrale, blieb für den Straßenverkehr aber passierbar, sagte die Polizeisprecherin. Mitarbeiter eines Strom- und Gasversorgers prüften die anliegenden Medien. „Gefahr für die Anwohner bestand nicht“, so die Sprecherin weiter. Ein Sachverständiger werde sich nun mit den Untersuchungen zur Ursache befassen. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Warum es zu der Explosion kam, war am Donnerstagnachmittag noch völlig unklar. Augenzeugen äußerten die Vermutung, dass es sich um eine Gasexplosion gehandelt haben könnte. Die Gasheizung des Eigenheimes soll sich im Keller befinden. Erwiesen ist ein möglicher Zusammenhang zwischen der Heizung und dem Unglück aber nicht.

Feuerwehr mit Großaufgebot
Die Feuerwehr wurde mit einem Großaufgebot zur Unglücksstelle beordert. 72 Kameraden aus Neukirch sowie den Nachbarorten Putzkau, Steinigtwolmsdorf, Bischofswerda, Tautewalde und Wilthen waren im Einsatz. Um weitere Gefahren auszuschließen, forderte die Feuerwehr einen Statiker an, sagte Neukirchs Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) der SZ. Der Bauexperte wurde noch am Donnerstag am Unglücksort erwartet. Seine Aufgabe: zu prüfen, ob das stark beschädigte Wohnhaus stehen bleiben und repariert werden kann, oder ob es aufgrund von Einsturzgefahr abgerissen werden muss.

Die Betroffenheit in der 5 000 Einwohner zählenden Gemeinde Neukirch ist groß. Bürgermeister Zeiler eilte gleich nach der Alarmierung der Feuerwehr zum Unglücksort und machte sich ein Bild von den Zerstörungen. „Wir wünschen dem Verletzten, dass er bald wieder gesund wird. Das ist jetzt erst mal die Hauptsache“, erklärte er gegenüber der SZ. Den engsten Angehörigen des Verunglückten sagte die Gemeinde jegliche Unterstützung zu. Mit dem Bruder des 29-Jährigen habe er bereits am Donnerstagnachmittag gesprochen. „Er weiß, wenn Hilfe benötigt wird, kann er sich jederzeit an die Gemeindeverwaltung wenden“, sagte Jens Zeiler. Zudem wolle er sich für den schnellen und professionellen Einsatz der Feuerwehrleute bedanken. (rk/SZ)