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Enkelin der Schlossherren von Reinsberg fürchtet um den einstigen Familienbesitz

Die Mutter von Astrid Freifrau von Friesen ist auf Schloss Reinsberg aufgewachsen. Die Familie hat ihr Eigentum verloren und sieht jetzt eine große Gefahr.

Von Ulf Mallek
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Wenn es den Krieg nicht gegeben hätte, wäre sie jetzt Schlossherrin in Reinsberg: Astrid Freifrau von Friesen-Sello  in ihrer Wohnung in Dresden-Loschwitz. Sie hat zwölf Bücher vor allem zu künstlerischen oder psychologischen Themen veröffentlicht.
Wenn es den Krieg nicht gegeben hätte, wäre sie jetzt Schlossherrin in Reinsberg: Astrid Freifrau von Friesen-Sello in ihrer Wohnung in Dresden-Loschwitz. Sie hat zwölf Bücher vor allem zu künstlerischen oder psychologischen Themen veröffentlicht. © Jürgen Lösel

Die Dame ist aufmerksam, zuvorkommend und höflich. Ihr Äußeres überaus korrekt: Die schwarze Strickjacke hat goldene Knöpfe, die Frisur sitzt perfekt, sie trägt goldenen Schmuck. Aber nicht das lässt auf einen adligen Familienhintergrund schließen, sondern vor allem das enorme Wissen über die jahrhundertealte Geschichte ihrer Familie. Astrid Freifrau von Friesen-Sello stammt aus dem Adelsgeschlecht der Schönbergs. Wenn es den Krieg nicht gegeben hätte, wäre sie jetzt sicher Miterbin des Stammsitzes ihrer Familie: Schloss Reinsberg bei Wilsdruff. Caspar von Schönberg hat die Burg 1411 erworben, bis 1945 blieb sie in Familienbesitz.

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