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Elblandkliniken kaufen Anteile an DRK

Der Rettungsdienst in der Region soll weiter stabilisiert werden.

Eine Riesaer DRK-Tochter und die Elblandkliniken wollen beim Fahrdienst, dem Personal und in der Telemedizin zusammenarbeiten.
Eine Riesaer DRK-Tochter und die Elblandkliniken wollen beim Fahrdienst, dem Personal und in der Telemedizin zusammenarbeiten. © Norbert Millauer

Meißen. Die kreiseigenen Elblandkliniken und eine Riesaer Tochtergesellschaft des DRK bündeln ihre Kräfte. Das geht aus einem einstimmig gefassten Beschluss des Meißner Kreistages hervor. Demnach erwirbt der Gesundheitskonzern 20 Prozent der Anteile an der DRK Rettungsdienst Riesaer Elbland gGmbH.

Das Unternehmen erfüllt seit seiner Gründung 2007 die Aufgaben des Rettungsdienstes im Gebiet des Altkreises Riesa. Mit dem Erwerb soll dieser weiter stabilisiert werden, heißt in der Begründung des Kreistagsbeschlusses. Eine Zusammenarbeit sei zudem beim Fahrdienst, bei der Telemedizin und der Personalentwicklung geplant. Perspektivisch wäre zudem vorstellbar, dass sich die DRK-Gesellschaft am kassenärztlichen Notdienst beteiligt. Bereits jetzt stellen die Elblandkliniken einen erheblichen Teil der Notärzte für den Rettungsdienst im Kreis. Zudem bildet das Schwerpunktkrankenhaus Riesa Rettungssanitäter aus.

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Die Probleme im Bereich des Rettungsdienstes sind vielfältiger Natur. So kamen im ersten Halbjahr 2018 nur 76,01 Prozent aller Rettungswagen im Landkreis innerhalb der geforderten Hilfsfrist an. Laut Landesrettungsplan sollen Rettungswagen in 95 Prozent aller Notfälle innerhalb von zwölf Minuten am Ereignisort eintreffen. Diese gesetzlich vorgegebene Frist hielt aber im ersten Halbjahr 2018 keiner der Rettungsdienste in Sachsen ein. Akute Schwierigkeiten gab es zudem in der Vergangenheit im Bereich der Meißner Rettungsdienstwache. Die dort tätige DRK-Tochter hatte aufgrund von Unterfinanzierung erhebliche personelle Probleme und musste schließlich abgelöst werden.

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