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Frust im Elbetierpark Hebelei

Besucher in den Winterferien blieben trotz schönen Wetters und einer Werbeaktion weitestgehend aus. Jetzt liegt die Hoffnung auch auf den Bauernmärkten.

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Nach der Winterpause beginnen am Sonntag wieder die Bauernmärkte in der Hebelei, welche vom Elbetierpark organisiert werden.
Nach der Winterpause beginnen am Sonntag wieder die Bauernmärkte in der Hebelei, welche vom Elbetierpark organisiert werden. © Claudia Hübschmann

Diera-Zehren. Die Bauernmarkt-Saison in der Hebelei geht wieder los. Insgesamt wird es in diesem Jahr sieben derartige Märkte geben, teilt Tierpark-Betreiber und Markt-Organisator Sven Näther mit. Los geht es am Sonntag mit dem ersten Markt dieses Jahres, der dem Frühlingsveilchen gewidmet ist.

Das Duftveilchen, auch Märzveilchen oder wohlriechendes Veilchen genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Veilchengewächse. Dieses Veilchen ist vor allem wegen seines süßen Dufts bekannt. "Im Garten wird es bereits seit der Antike kultiviert, weil es sowohl im religiösen Ritus als auch in der Naturheilkunde schon sehr früh Verwendung fand; spätestens seit dem frühen Mittelalter wurde es auch in Mitteleuropa als Zier- und Heilpflanze angebaut", so Näther. Das Duftveilchen ist im Mittelmeerraum bis hin zum Kaukasus und Iran beheimatet und in weiten Teilen Europas eingebürgert. In Mitteleuropa wächst es in Gebüschen, an Waldrändern und an schattigen Wegrainen auf frischen, nährstoffreichen, humosen Lehmböden.

Zum ersten Bauernmarkt im neuen Jahr wird es eine Hüpfburg und Schaufütterungen bei den Tieren geben. Außerdem kann man Duftveilchen am Stand und im Bauerncafé des Elbetierpark Hebelei kaufen, deren Erlös dem Elbetierpark Hebelei zugutekommt. Der ist auf diese Einnahmen wie auch auf die Standgebühren der Händler und Parkgebühren der Besucher dringend angewiesen. Näther hofft, dass der eine oder andere Marktbesucher auch seine Schritte in den Tierpark lenkt.

Nicht mal Personalkosten eingespielt

Die finanzielle Lage hat sich nicht gebessert, im Gegenteil. Und Besserung ist wohl auch nicht in Sicht. "Die Winterferien waren ein Test wie die Saison 2023 wohl verlaufen wird. Außerdem hatten wir gehofft, weitere offene Rechnungen aus dem Jahr 2022 mit den Einnahmen begleichen zu können. Leider kamen trotz bester milder Wetterlage nur sehr wenige Gäste in den Tierpark, sodass an manchen Tagen nicht einmal die Personalkosten für die Kassenkräfte eingespielt werden konnten und neue Rechnungen darüber hinaus dazugekommen sind", sagt Sven Näther.

Nur 50 von 2.000 Freikarten eingelöst

Als Werbemaßnahme hatte er im Vorfeld 2.000 Freikarten in Meißen, Lommatzsch, den Gemeinden Diera-Zehren, Hirschstein und anderen sowie bei Vereinen und der Flüchtlingshilfe verteilt. Ernüchternd für ihn und die Mitarbeiter: Davon wurden trotz bester Wetterlage nur 50 Karten eingelöst. "Das so oft zitierte Argument für rückläufige Gästezahlen, dass dies aus wirtschaftlichen Gründen so sei, kann ja dann nicht die Ursache sein", vermutet er.

Die Menschen seien offensichtlich durch die Coronakrise nicht mehr so unternehmungslustig wie davor, sodass sich bei den Mitarbeitern des Elbetierparks Hebelei jetzt langsam Frust einstelle. Schulen und Kindergärten nähmen die außerschulischen Angebote nicht mehr wie früher an, obwohl klar sein müsste, dass man die Dinge nur in der direkten Auseinandersetzung und im direkten Erleben am besten begreife, lerne und verinnerliche. Gruppen aus Kindereinrichtungen und Schulklassen wieder in die Natur zu bekommen, darauf wolle er in diesem Jahr einen besonderen Fokus legen, sagt Sven Näther. (SZ/jm)

Der Bauernmarkt findet am Sonntag, dem 5. März, von 10 bis 16 Uhr statt.

Spenden für den Elbetierpark können unter IBAN: DE04 8505 5000 3100 0050 65, BIC: SOLADES1MEI, Sparkasse Meißen, Verwendungszweck: Hilfe für den Tierpark, geleistet werden. Auch über das PayPal-Konto, welches auf der Homepage unter Spenden zu finden ist, kann geholfen werden.