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Geflügel muss in den Stall

Damit Wildvögel einen Virus nicht übertragen, müssen die Tiere jetzt in bestimmten Gebieten ein Dach über dem Kopf haben.

Schluss mit Freigang. Das Geflügel im Kreis Meißen muss in den Stall.
Schluss mit Freigang. Das Geflügel im Kreis Meißen muss in den Stall. © dpa

Meißen. Zum Schutz vor der Geflügelpest hat das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Meißen in der Woche vom 11. bis 15. Februar eine Allgemeinverfügung erlassen. In den darin aufgelisteten Gebieten muss das Geflügel der Behörde zufolge seit Mittwoch, dem 13. Januar, gemäß der Bekanntmachung in Ställen gehalten werden.

Dadurch wird das Risiko minimiert, dass Wildvögel die Geflügelpest in Hausgeflügelbestände eintragen. Einen Nachweis des Virus der Geflügelpest gab es im Landkreis Meißen zuletzt im Jahr 2017, allerdings nicht bei Hausgeflügel.

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Die Allgemeinverfügung ist auf der Website des Landkreises Meißen www.kreis-meissen.de unter Aktuelles – Bekanntmachungen zu finden.

Zugleich mit dem Landkreis hat Sachsen seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Tierseuche verschärft. In Risikogebieten muss Federvieh nun landesweit in den Stall. "Ich erwarte jetzt, dass die von den Landkreisen erlassene risikoorientierte Stallpflicht sowie alle sonstigen Maßnahmen der Biosicherheit eingehalten werden", sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Die Übertragung des Virus müsse verhindert werden. Gegen die Gefahr aus der Luft helfe nur die strikte Einhaltung der Stallpflicht.

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Nach dem Erlass sollen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse in den Stall, wenn sie beispielsweise in Feuchtgebieten oder an Uferflächen gehalten werden. Denn dort rasten Wildvögel üblicherweise. Das bedeutet, dass das Geflügel nur in geschlossenen Ställen gehalten werden darf oder in Gehegen mit bestimmten Schutzvorrichtungen, die einen Kontakt zu Wildvögeln sicher verhindern. (SZ)

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