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Meißen: "Nicht nur die Integrationsleistung ist futsch"

Sieben Monate nach der Abschiebung ist unklar, wo Wertsachen der Pareulidze-Gardasvilis verlorengingen. Landes- und Bundespolizei widersprechen sich.

Von Marvin Graewert
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Aus Meißen sind 6.000 Euro nach Georgien gespendet worden. Mit diesem Bild bedankt sich die Familie.
Aus Meißen sind 6.000 Euro nach Georgien gespendet worden. Mit diesem Bild bedankt sich die Familie. ©  privat

Meißen/Duisi. Seit die Familie Pareulidze-Gardasvili nach Georgien abgeschoben wurde, hat sich die Rollenverteilung verändert: In Meißen hatte die 13-jährige Tochter ihrer Mutter beim Übersetzen von Briefen geholfen. Jetzt ist es andersrum. Bei den Hausaufgaben kommen Aishat Pareulidze und ihre Geschwister schnell an die sprachlichen Grenzen – alle fünf Kinder hätten vor ihrer Abschiebung kaum georgisch gesprochen: "Eigentlich fällt mir das Sprachenlernen leicht", berichtet Aishat, die in Georgien auf dem Sprachniveau der achten Klasse einsteigen musste. Schulaufgaben, die so komplex sind, dass die Eltern oft nicht mehr übersetzen können: "Ich vermisse Meißen, meine Schulfreundinnen und am allermeisten meine deutsche Oma", sagt Aishat und sendet Grüße nach Meißen.

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