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Gesundheitsamt des Landkreises Meißen wirbt für Hilfsangebot bei Cannabiskonsum

An der Cannabis-Legalisierung ist nicht mehr zu rütteln. Das Gesundheitsamt des Landkreises macht darauf aufmerksam, dass es Suchtberatungsangebote gibt.

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Am 1. April wird Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert. Dienstleister in der Suchtberatung und Suchtkrankenhilfe bringen sich bereits in Stellung.
Am 1. April wird Cannabis in Deutschland teilweise legalisiert. Dienstleister in der Suchtberatung und Suchtkrankenhilfe bringen sich bereits in Stellung. ©  Symbolfoto: dpa/Fabian Sommer

Landkreis. Die Teil-Legalisierung von Cannabis in Deutschland rückt näher und näher. Am 1. April ist es so weit. Das Gesundheitsamt des Landkreises Meißen nimmt dies scheinbar zum Anlass, um die eigenen Informations- und Hilfsangebote zu bewerben.

Die Angebote der Suchtberatungsstelle im Gesundheitsamt richten sich sowohl an Konsumenten als auch an Angehörige. In einer Pressenachricht führt das Amt eine umfangreiche Beratung zu Risikofaktoren sowie zu gesundheitlichen und rechtlichen Fragen an. Neben einem Eingangs- und Ausgangsgespräch gebe es ein zeitlich begrenztes Gruppenangebot und gemeinsamen Austausch. Die Teilnahme sei freiwillig und kostenfrei.

Der Cannabis-Konsum ist nicht ohne Risiken. Die Gefahr für negative gesundheitliche und soziale Auswirkungen steige, je öfter Cannabis konsumiert werde und je selbstverständlicher der Konsum im Alltag praktiziert werde. Mögliche Folgen seien eine Abhängigkeitsentwicklung, die Minderung der kognitiven Leistungsfähigkeit, sozialer Rückzug bis hin zur Auslösung von Psychosen, und Schizophrenie.

Je früher sich Betroffene beziehungsweise deren Angehörige Hilfe und Unterstützung holen, desto größer seien die Chancen, schädlichen Konsum und dessen Folgen zu verhindern.

Kontakt für weitere Informationen und Beratung:


Im vergangenen Juli sprach Sächsische.de mit zwei Mitarbeitenden in der Suchtberatung in Meißen, die sich damals mit dem Ausbau der Suchtkrankenhilfe im Land im Großen und Ganzen zufrieden zeigten. Das Netz sei gut ausgebaut, und durch die Legalisierung soll sich die Angebotslage für Suchtkrankenhilfe verbessern, doch es gebe Grund zu Skepsis. Man nehme wahr, dass Angebote wegbrechen oder sich verschlechtern würden: Qualifikation und Finanzierung würden nachlassen, was die Qualität der Suchthilfe beeinträchtige. (SZ)