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PLUS Meißen

Die Kalkbergschule hat allen Grund zum Feiern

Nach jahrelangen Sanierungsarbeiten ist die Förderschule so gut wie fertig und mit neuster Technik ausgestattet. Da kommt ein Schulfest zum richtigen Zeitpunkt.

Ob am Eiswagen, bei der Lesung oder beim Kinderschminken: Für Florian und Paul blieb kaum ein Wunsch offen.
Ob am Eiswagen, bei der Lesung oder beim Kinderschminken: Für Florian und Paul blieb kaum ein Wunsch offen. ©  Foto: Claudia Hübschmann

Meißen. An der Kalkbergschule gingen Kinderträume in Erfüllung: Es gab kostenlose Zuckerwatte, Kinderschminken, ein Trampolin, die Polizei verteilt Helme und Schlagstöcke und vor dem Buffet tanzte ein Schüler mit Zylinder und Glitzerhandschuh den Moonwalk. "Das ist ein Befreiungsschlag für Schüler und Lehrer", sagt der Sport- und Informatiklehrer Thoralf Koß, während seine Schüler ausgelassen kreischend um ihn herumspringen. Zur Einstimmung sang der Lehrerchor "Bruder-Jakob".

Beim Sommerfest in der Schule zur Lernförderung gab die Polizei Meißen einen Einblick in ihre Arbeit.
Beim Sommerfest in der Schule zur Lernförderung gab die Polizei Meißen einen Einblick in ihre Arbeit. © Claudia Hübschmann

Zum anderen ist die Kalkbergschule ein leuchtender Hingucker geworden: die bunte Außenanlage sogar schon fast seit einem Jahr fertig. Im modernen Eingangsbereich begrüßt ein Bildschirm die Schüler mit aktuellen Bildern vom Schulfest, im ersten Stock leuchtet auf einem zweiten Bildschirm der Vertretungsplan.

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Im ersten Stock informiert ein Bildschirm über die anstehende Vertretungsstunde.
Im ersten Stock informiert ein Bildschirm über die anstehende Vertretungsstunde. © Claudia Hübschmann

Das setzt sich auch in den Klassenräumen fort, sagt Lehrer und Hobbyinformatiker Koß während er die Bibliothek aufschließt, die mit dem riesigen Bildschirm an der Wand eher wie ein Kinosaal wirkt. Ein Raum weiter, der Computerraum: dort sind die Rechner mit neuen Bildschirmen ausgestattet worden und noch viel wichtiger: die vier Laptopwagen mit jeweils einem Klassensatz Laptops. "Die technische Ausstattung ist bei uns besonders gut aufgehoben, weil wir es hier mit von vornherein benachteiligten Schülern zu tun haben", sagt Lehrer Gisbert Böhler. "Zuhause gibt es vielleicht einen Computer oder Laptop, den sich unsere Schüler oft mit ihren Geschwistern oder Eltern teilen müssen." Dementsprechend groß sei auch die Wertschätzung, ergänzt Koß. "Man sollte meinen, dass es hier Schüler gibt, die mit der Technik nicht achtsam umgehen, aber das komplette Gegenteil ist der Fall." In dem einen Jahr, in dem es die Laptops schon gibt, sei das technische Verständnis von Schülern aber auch Lehrern enorm gestiegen.

Der Lieblingsraum von Thoralf Koß, die Computerinsel.
Der Lieblingsraum von Thoralf Koß, die Computerinsel. © Claudia Hübschmann

Nun muss nur noch die neue Sporthalle fertig gebaut werden: Bis zur Fertigstellung findet Vereins- und Schulsport in der alten Turnhalle statt, die zum Schulfest zu einem riesigen Sachenflohmarkt umfunktioniert wurde: Seit Schuljahresbeginn hat das Kollegium Klamotten gesammelt. Es sind so viele zusammengekommen – hätte man die etwa 1.000 Hosen, Jacken und T-Shirts ausgebreitet, hätte man die gesamte Sporthalle auslegen können. Zum Schulfest konnte sich jeder Schüler die Anzahl der Klamotten erwerfen.

Bei einem Ballspiel konnten sich die Schüler bis zu fünf Kleidungsstücke erwerfen.
Bei einem Ballspiel konnten sich die Schüler bis zu fünf Kleidungsstücke erwerfen. © Claudia Hübschmann

Bei allen Neuerungen, viele Wünsche der Schüler bleiben unerfüllt - ob im Schulischen und vor allem im Privaten - und so stiegen zum Abschluss des Schulfests Luftballons mit drangehängten Karten mit ihren Wünschen dem Himmel entgegen.

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